Dolmetscher tot: War es Raubmord?

Ein renommierter Wiener Dolmetscher wurde tot in seiner Wohnung, in der er seit 58 Jahren gelebt hatte, aufgefunden. Die Obduktion ergab: Fremdverschulden.
Der Mörder muss den Code zu seinem Schlüsselsafe gekannt haben: Wie erst jetzt bekannt wurde, fand eine Betreuerin Diplomkaufmann Dr. Julius U. (88) Dienstagabend leblos in seiner Wohnung in Wien-Rudolfsheim.



Einbruchsspuren gab es keine. Die Frau, die den fürchterlichen Fund gemacht hatte, alarmierte jedenfalls sofort die Berufsrettung. Der Notarzt konnte nur noch den Tod des Senioren feststellen. Da die Polizei aufgrund äußerer Merkmale an der Leiche Zweifel an einem natürlichen Tod hatte, wurde eine Obduktion angeordnet. Gestern stand schließlich fest: Es wurde nachgeholfen.

CommentCreated with Sketch.1 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Die Kripo sicherte akribisch Spuren am Tatort. "Plötzlich wimmelte es im Haus vor Polizei", sagte Nachbar Patrick S. (38) zu "Heute". Auch Loni (82) und Othmar (87) Gebauer können das Geschehene nicht begreifen: "Wir kannten den netten Herren seit 1961, da ist er hier eingezogen. Furchtbar, dass er jetzt Opfer einer so fürchterlichen Tat wurde."



Im Wohnhaus machen Gerüchte um einen Raubmord die Runde. Bestätigt wurde dies nicht: "Die Ermittlungen der Mordgruppe stehen noch ganz am Anfang. Wir können derzeit noch nichts zum Tathergang, den Todesumständen oder gar möglichen Verdächtigen sagen", so Polizeisprecher Harald Sörös.

Fakt ist: Der pensionierte Dolmetscher lebte alleine. Seine Frau Erika ist bereits verstorben. Kinder soll es laut Anrainern keine geben. "Er war schon recht wackelig auf den Beinen", sagt ein Nachbar. Loni Gebauer: "Es kamen immer wieder ausländische Frauen, die ihm geholfen und zusammengeräumt haben."

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