Dominik Wlazny steckt an: "Das ist meine zweite Welle"

Kandidat Dominik Wlazny präsentiert seine zweite Plakatkampagne auf der Mariahilfer Straße am Dienstag, den 27. September in Wien.
Kandidat Dominik Wlazny präsentiert seine zweite Plakatkampagne auf der Mariahilfer Straße am Dienstag, den 27. September in Wien.Martin Juen / SEPA.Media / picturedesk.com

Mit Schirm, Charme und Plakaten. Dienstagvormittag präsentierte Bundespräsidentschaftskandidat Dominik Wlazny alias Marco Pogo auf der Mariahilfer Straße bei Wind und Wetter seine neuen Wahlplakate. Dabei setzt er beim Design auf Kunst, Kreativität und Inhalt. Zusammen mit einem befreundeten Künstler aus Oberösterreich wurden drei neue Motive ins Leben gerufen und somit die nächste "Plakatwelle" gestartet. Die Bundespräsidentenwahl wird am 9. Oktober stattfinden.

Lei(n)wand zuhause

Zuvor wurden sogar zwei Plakatständer gestohlen, dies kommentierte der Gründer der Bierpartei, Arzt, Musiker und nun unabhängiger Bundespräsidentschaftskandidat mit Verständnis und Schmäh: "Ich hatte ja neun Plakatständer. Zwei wurden schon gestohlen, ka Wunder, die machen sich gut an jeder Wand. Die sieben Plakatständer, die noch übrig sind, bekommen eine neue Optik – schaut's vorbei!"

Inhalt statt Geldverschwendung

"Mei Präsident." Bei der Plakat-Präsentation erklärte Wlazny nochmal, warum nicht überall in Wien seine Plakate zu sehen sind: "Ich plakatiere sicher nicht die ganze Stadt zu... Das ist nicht wichtig! Meine Standpunkte sind klar, ich spreche für alle. Wir reden über die wirklich wichtigen Themen. Wir haben schon genug Phrasen wie: Kontrolle, Heimat, UNSER Land und Angst. Warum an jeder Kreuzung dieses Landes ein Plakat von Rosenkranz oder Van der Bellen hängen muss, ist mir selbst nicht klar".

Leim und Sujets: "Red ma drüber"

Dominik Wlazny erklärt schon Mitte September: "Ich hab auf der Wiener Mariahilfer Straße insgesamt 9 Plakatständer aufgestellt. Einfach, weil ich nicht mehr als 9 habe und, weil ich der Meinung bin, dass diese Anzahl reicht, wenn wir die gemeinsam via Social Media verbreiten – man muss nicht das ganze Land mit sinnbefreiten Sujets zupflastern. Im Gegenteil, ich will mit meinen Plakaten aufrütteln und unangenehme, aber dringende Themen ansprechen. Red‘ ma drüber! PS: Hab's auch selbst gekleistert. Ich sag's nur."

Viel Inhalt auf wenig Fläche

Die Themen, die Dominik Wlazny auf der Zunge trägt, sind die Themen, die viele Menschen in der Bevölkerung direkt betreffen: Kinderarmut, Pflege von Angehörigen und Existenzsicherheit, Gleichberechtigung in der Arbeitswelt, Kampf gegen Altersarmut, Hilfe bei Gewaltdelikten, Tierschutz und Gesundheit. Wenig überraschend also, dass er über 6.000 Stimmen erhalten hat, er spricht der Mitte unserer Gesellschaft direkt aus dem Herzen und pocht auf Veränderung, Weiterentwicklung und direkte und klare Maßnahmen. "Ja ich bin jung, aber dafür unverbraucht und unabhängig", betont Wlazny abschließend.

Der 35-jährige Mediziner bleibt seinem Motto "Red' ma drüber" weiterhin treu, denn "wer nicht darüber redet, disqualifiziert sich als Demokrat", meint Wlazny.

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