Donald Trump sagt Gipfel mit Kim Jong-un ab

Das Treffen fällt ins Wasser.
Das Treffen fällt ins Wasser.Bild: Reuters
Nach langem hin und her: Jetzt sagt der US-Präsident das historische Treffen ab.

US-Präsident Donald Trump hat den für 12. Juni geplanten Gipfel mit Nordkoreas Staatschef Kim Jong-un abgesagt. Trump schrieb in einem am Donnerstag veröffentlichten Brief an Kim, ein solches Treffen sei gegenwärtig nicht angemessen.

"Ich habe mich sehr auf das Treffen gefreut", so Trump in dem Schreiben. "Leider bin ich der Ansicht, dass dieses Zusammentreffen angesichts der offenen Feindseligkeit in Ihrem neuesten Statement zu diesem Zeitpunkt unangebracht ist."

Zu Atomwaffen: "Sie sprechen von Ihren nuklearen Waffen, doch unsere sind so mächtig, dass ich zu Gott bete, dass sie niemals zum Einsatz kommen müssen."

Testanlage gesprengt

Zuvor hatte Nordkorea einen ersten Schritt zum Abbau seines Atomprogramms unternommen. Vor dem nun abgesagten historischen Gipfeltreffen mit den USA sprengte das Land nach Medienberichten sein umstrittenes Atomtestgelände Punggye Ri wie angekündigt.

Die Schließung des in einer Bergregion liegenden Testkomplexes ist ein symbolischer Schritt, mit dem das abgeschottete Land vor der Welt seine Bereitschaft zur Denuklearisierung demonstrieren will.

Der US-Sender CBS berichtete am Donnerstag, einer seiner Korrespondenten sei vor Ort Zeuge mehrerer großer Explosionen gewesen. Nordkorea habe mitgeteilt, dass die Anlage im Nordosten des Landes zerstört worden sei.

"Es gab eine riesige Explosion", berichtete Tom Cheshire vom Sender Sky News. Die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap meldete, es habe über den Tag hinweg eine ganze Reihe von Explosionen gegeben.

Denuklearisierung?

Auch südkoreanische Reporter berichteten über die Sprengungen. Demnach sei ein erster Tunnel in dem in einer abgelegenen Bergregion gelegenen Testgelände am Vormittag (Ortszeit) gesprengt worden. Zwei weitere Tunnel sowie Unterkünfte und andere Einrichtungen seien am frühen Nachmittag ebenfalls gesprengt worden.

Die südkoreanische Regierung sprach von einem ersten bedeutenden Schritt hin zur Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel. Experten sind indes geteilter Ansicht bei der Frage, ob die Zerstörung der Anlage tatsächlich ein Zeichen des guten Willens von Seiten Nordkoreas ist. Skeptikern zufolge hat das Gelände mit den dort vollzogenen Atomtests ohnehin bereits das Ende seiner Lebensdauer erreicht.

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(red)

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