Es wird immer wahrscheinlicher, dass US-Präsident Donald Trump den Papst im Vatikan besucht, wenn er im Mai nach Italien kommt. Anlass der Reise nach Europa ist der G7-Gipfel in Taormina auf Sizilien. Dass es hektische diplomatische Vorarbeiten in Richtung einer Papstaudienz gibt, bestätigte Ex-Priester und Religionsjournalist Thomas Williams im Interview mit dem "Corriere della Sera".
Es wird immer wahrscheinlicher, dass US-Präsident Donald Trump den Papst im Vatikan besucht, wenn er im Mai nach Italien kommt. Anlass der Reise nach Europa ist der G7-Gipfel in Taormina auf Sizilien. Dass es hektische diplomatische Vorarbeiten in Richtung einer Papstaudienz gibt, bestätigte Ex-Priester und Religionsjournalist Thomas Williams im Interview mit dem "Corriere della Sera".
Williams berichtete, dass er nach Bestätigung der Teilnahme Trumps am G7-Gipfel an Trump-Chefberater Steve Bannon - der frühere Chef des rechtskonservativen Mediums "Breitbart" - geschrieben habe. Er habe ihn gedrängt, dass Trump "bei einer Reise nach Italien sich die Mühe machen soll, dem Papst zu begegnen, denn sonst wäre das eine Brüskierung. Mister Bannon hat geantwortet: 'Ja, wir haben bereits darüber nachgedacht'."
Was Bannon betrifft, so interessiere ihn die katholische Lehre nicht, sehr wohl aber soziale Fragen im Kontext der Religion, sagte Williams. Das unterscheide Bannon von den Papstkritikern wie Kardinal Raymond Burke, der wegen dem Kommunionsempfang für wiederverheiratete Geschiedene einen Konflikt mit Franziskus hat.
Zwölf US-Präsidenten trafen sechs Päpste
Papst Franziskus erteilte Willams 2013 die Dispens vom Priesteramt; er heiratete 2014 und wurde "Breitbart"-Romkorrespondent. Mit Ex-Chef Bannon teile er nicht alle Sichtweisen, sagte er im "Corriere". Zustimmung habe aber dessen Einschätzung, dass "der Islam nicht kompatibel mit der judäo-christlichen Kultur ist".
Bisher haben zwölf US-Präsidenten sechs Päpste im Vatikan und in den Vereinigten Staaten getroffen. Der erste war am 4. Jänner 1919 Woodrow Wilson mit Papst Benedikt XV. im Apostolischen Palast.