Stromkrise

Donau-Dürre – Ungarn muss einziges AKW abschalten

Niedrige Donaupegel zwingen Ungarn zur Abschaltung seines einzigen Atomkraftwerks. Stromengpässe und Sparmaßnahmen drohen.
Newsdesk Heute
31.07.2026, 22:29
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Wegen der niedrigen Pegelstände in der Donau wird Ungarn nächste Woche sein einziges Atomkraftwerk abschalten. "Nach aktuellen Berechnungen (...) könnte das am Dienstag oder Mittwoch geschehen", sagte Ministerpräsident Peter Magyar am Freitag bei einer Pressekonferenz im Kernkraftwerk Paks. Das Werk liegt etwa 130 Kilometer südlich von Budapest. Die Leistung des Kraftwerks wurde zuletzt schon zurückgefahren.

Der Betreiber der Anlage, deren vier Reaktoren sowjetischer Bauart sind und mit Donauwasser gekühlt werden, bezeichnete die Abschaltung als "unvermeidlich". Das Kraftwerk liefert im Jahresdurchschnitt rund 40 Prozent des ungarischen Stroms.

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Magyar forderte die Industrie dazu auf, den Stromverbrauch zu reduzieren, um eine Energiekrise zu verhindern. Auch die Beleuchtung öffentlicher Gebäude soll abgedreht werden, um Strom zu sparen.

Durch die hohen Temperaturen und den ausbleibenden Regen sind die Pegelstände der Donau stellenweise auf ein Rekordtief gefallen. In Rumänien wurde deshalb bereits ein Reaktor des Atomkraftwerks Cernavoda an der Donau heruntergefahren, die Abschaltung eines zweiten ist angekündigt. Auch in Frankreich wurden diese Woche Reaktoren wegen der Hitze abgestellt.

Der Wetterdienst Hungaromet rechnet in Ungarn in den nächsten sechs Tagen mit einer Hitzewelle und Temperaturen von bis zu 41 Grad.

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