Donau-Strand als Müll-Insel

Die Linzer ziehts im Sommer ans Wasser - nicht mehr aber an diesen einst so schönen Platz: Die künstlich geschaffenen Schotterbänke im Hafengelände verkommen derzeit zu einer richtigen Halde. Bei einem Heute-Lokalaugenschein am Sonntag stapelten sich zerrissene Müllsäcke, leere Bierdosen und sogar Fäkalien am Ufer der Donau.

Zuständig für die Instandhaltung des im Sommer 2008 geschaffenen Freizeitareals wäre eigentlich die Stadt Linz: Wir haben die Schotterbänke für ein Projekt der Kulturhauptstadt errichtet. Mit dem Magistrat wurde dann vereinbart, dass sie sich in Zukunft um die Sanitäreinrichtungen, die Entleerung der Abfallkübel und die allgemeine Pflege des Areals kümmert, sagt Klaus Dieplinger, Standortleiter der via Donau, der Österreichischen Wasserstraßen-Gesellschaft.

Allem Anschein nach werden die Vereinbarungen aber ignoriert: Obwohl der Platz im Winterhafen von Hunderten Linzern besucht wird, schauts dort aus wie auf einer Müllhalde. Extrem: Weder eine Toilette noch ein Mistkübel sind an dem Traumplatzerl zu finden, sprich: Sonnenhungrige müssen sich in den Dreck legen

Robert Loy

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