Donauinselfest auf Herbst verschoben

Das größte Musikfestival der Welt wird 2020 verschoben. Zum ersten Mal seit 1984 wird es die Bühnen auf der Donauinsel erst im September geben.

Jeden Juni tummeln sich an einem einzigen Wochenende bis zu drei Millionen Menschen auf der Wiener Donauinsel. Der Grund: Das Donauinselfest. Dieses Jahr wird die Sache aber anders aussehen. Aufgrund des Coronavirus ziehen die Veranstalter die Reißleine. Das Donauinselfest findet dieses Mal nicht im Juni statt. Barbara Novak, Landesparteisekretärin der SPÖ Wien, erkärte in einer Pressekonferenz, dass das Fest auf September verschoben wird.

Statt die ersten Musiker und Bands vorzustellen, wurde am Montag das Donauinselfest 2020 wegen des Coronavirus verschoben. Es soll von 18. bis 20. September nachgeholt werden. Verschoben wird auch die "Ganz Wien"-Tour, die 2020 zum ersten Mal hätte stattfinden soll. Dieses Vorprogramm der Inselparty findet in den Bezirken statt und wird ebenfalls auf Ende August bis Anfang September verlegt.

Programm "mindestens gleichwertig"

Vom Donauinselfest würden auch viele Künstler Wiens und Österreichs leben. Deshalb wolle man auch Lösungen für die Betroffenen bieten. Die Verschiebung sei eine davon. Das Programm im September solle "mindestens" gleichwertig sein.

Das war das Donauinselfest 2019 Tag 2

Mehr Austro-Künstler im Line-up

Das Line-up wird sich wegen des Herbsttermines ändern. Wahrscheinlich werde dadurch der Anteil an österreichischen Künstlern höher als anfangs geplant, kleiner soll das Fest aber nicht werden. Die 13 Bühnen soll es auch im Herbst geben.

Acts werden vor dem Sommer bekannt gegeben

Acts können noch nicht bekannt gegeben werden. Vor allem bei den internationalen Acts sei alles noch in der Schwebe. Denn auch die Musiker müssen zur Zeit all ihre Auftritte verschieben. Sobald der Virus die Zuschauer nicht mehr zuhause hält, kann es dann mit Terminen knapp werden. Das genaue Programm will man aber noch vor dem Sommer verraten.

"Dass es uns Ernst ist, dass wir weiterarbeiten, dass wir auch ganz intensiv am Programm arbeiten", wolle Novak beweisen, indem die Einreichungen für den "Rock the Island"-Contest wieder abgegeben werden können.

Das war das Donauinselfest 2019 Tag 3

Kosten werden höher

Zusatzkosten werden "da und dort sicher auftreten", kündigte Thomas Waldner von Pro Event auf Nachfrage an. 4,2 Millionen Euro wären für die Insel veranschlagt gewesen. Diese Kalkulation wird aber nicht halten. Man spreche bereits mit den rund 80 Sponsoren. Unsicher sei jedoch, wie die wirtschaftliche Lage bis dahin sei. Soll heißen: Wie locker den Sponsoren das Geldbörsel im Herbst sitzt, kann jetzt noch nicht gesagt werden.

Teile der Gagen sollen die Künstler schon jetzt bekommen, "um sie nicht im Stich zu lassen". Die Förderung der Stadt fürs Donauinselfest soll aber nicht erhöht werden.

Der neue Termin überschneide sich mit der heißen Phase der Gemeinderatswahlen. Die SPÖ versprach aber, auf SPÖ-Plakate oder Wahlkampfreden verzichten zu wollen. Novak lädt auch Politiker der Opposition ein, mitzufeiern. Es solle ein Fest für "ganz Wien" sein.

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