Donauzentrum: Erster Shop für Wenigverdiener

Bürgermeister Michael Ludwig (2.v.r.) und der Donaustädter Bezirkschef Ernst Nevrivy (li.) eröffneten mit Vertreter des Donauzentrum und des Samariterbund Wien den neuen Sozialmarkt.
Bürgermeister Michael Ludwig (2.v.r.) und der Donaustädter Bezirkschef Ernst Nevrivy (li.) eröffneten mit Vertreter des Donauzentrum und des Samariterbund Wien den neuen Sozialmarkt.Bild: PID/Christian Jobst
Erstmals eröffnet in einem Shoppingcenter ein Sozialmarkt. Auf 100 Quadratmeter werden Waren des täglichen Lebens zu besonders günstigen Preisen geboten.
Für Menschen mit wenig Einkommen und akut armutsgefährdete Menschen wird die Finanzierung des täglichen Lebens immer mehr zur Herausforderung. Um jenen Donaustädtern, die bei ihren Einkäufen besonders vorsichtig vorgehen müssen, unter die Arme zu greifen, haben sich das Donauzentrum und der Samariterbundzusammengeschlossen und den ersten Sozialmarkt in einem Einkaufszentrum eröffnet.

Bald auch Frischgekochtes erhältlich

Der Markt umfasst eine Verkaufsfläche von rund 100 Quadratmetern und bietet ein breites Supermarkt-Sortiment. Neben frischen Lebensmitteln gibt es auch Konserven bis hin zu Hygieneartikeln. Die Preise liegen deutlich unter jenen des Diskonthandels, so wird das Haushaltsbudget etwas entlastet. Beliefert wird der Sozialmarkt von einer Vielzahl an Shops und Händlern des Donauzentrums. Dadurch kann eine sinnvolle und nachhaltige Verwertung kostbarer Lebensmittel sichergestellt werden.

In Kooperation mit den im Donauzentrum ansässigen Gastronomiebetrieben sollen zukünftig auch frisch zubereitete Speisen im Sozialmarkt erhältlich sein. Die Preise für diese Produkte liegen im Sozialmarkt deutlich unter jenen des Diskonthandels.

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Wie auch in den anderen vier Sozialmärkten des Samariterbundes Wien liegt die Einkommensgrenze für die Berechtigung zum Einkaufen für alleinstehende Personen bei 1.238 Euro, bei zwei Personen bei 1.856 Euro. Pro Kind können 371 Euro hinzugerechnet werden. Zudem ist ein Wohnsitz in Wien erforderlich. Das wöchentliche Einkaufslimit liegt bei 30 Euro. Geöffnet ist der neue Sozialmarkt jeweils Montag bis Freitag zwischen 9 und 14 Uhr.

Für den Einkauf ist ein Einkaufspass notwendig, der unter sozialmarkt@samariterwien.at angefordert oder persönlich zwischen 10 und 14 Uhr in der Wagramer Straße 94, Eingang Lampaweg (Donaustadt) beantragt werden kann. Mehr Infos zum Einkaufspass gibt es hier. Für die Ausstellung eines Einkaufspasses werden die aktuellen Meldezettel, die Einkommensnachweise und ein Lichtbildausweis benötigt.

Europaweit einzigartiges Sozialprojekt

Der neue Sozialmarkt im Donauzentrum ist der erste Markt europaweit, der sich in einem Shoppingcenter befindet. "Das Besondere an diesem Sozialmarkt ist, dass der Großteil der Ware direkt aus dem Einkaufszentrum kommt. Durch die kurzen Anlieferungswege tragen wir aktiv zum Umweltschutz bei", betont der Geschäftsführer des Arbeiter-Samariter-Bundes Floridsdorf-Donaustadt Alexander Prischl.

Offiziell eröffnet wurde der Sozialmarkt durch Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ). Der Stadtchef hob den sozialen Zusammenhang in Wien hervor: "Es ist selbstverständlich, dass wir in unserer Stadt Menschen helfen, die mit sehr geringen finanziellen Mitteln ihr Auslangen finden müssen. Die Wiener Sozialmärkte sind ein Beispiel dafür".

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