Donna Summer verliert Kampf gegen Krebs

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Mit fetzigen Hits wie "Hot Stuff", "Bad Girls" und "She Works Hard for the Money" war Donna Summer unbestritten die Disco-Queen der 70er und frühen 80er Jahre. Ihre Songs liefen in Tanzschuppen, Clubs und Hitparaden rund um die Welt rauf und runter. In Florida erlag sie nun im Alter von 63 Jahren ihrem Krebsleiden.

Mit fetzigen Hits wie "Hot Stuff", "Bad Girls" und "She Works Hard for the Money" war Donna Summer unbestritten die Disco-Queen der 70er und frühen 80er Jahre. Ihre Songs liefen in Tanzschuppen, Clubs und Hitparaden rund um die Welt rauf und runter. In Florida erlag sie nun im Alter von 63 Jahren ihrem Krebsleiden.

Stets versuchte sie, in Florida ihr Krebsleiden zu verstecken und still an einem neuen Album zu arbeiten. Am 17. Mai verlor sie den Kampf gegen den Krebs.

Mit ihrer Mischung aus R&B, Pop, Funk, Soul und Rock habe sie eine neue Form internationaler Popmusik geschaffen, urteilte das Fachmagazin Rolling Stone einmal. "Madonnas Karriere ohne Summer und die 'Bad Girls'? Undenkbar!" Ihr jüngstes Album "Crayons", das im Mai 2008 erschien, enthielt selbstbewusst den Titel "The Queen Is Back".

Sprungbrett für Summers steile Karriere war Deutschland. Weil die mit sechs Geschwistern in einer frommen christlichen Familie in Boston aufgewachsene LaDonna Adrian Gaines (so ihr bürgerlicher Name) in New York keine Anstellung fand, nahm sie 1968 eine Rolle in dem Musical "Hair" in München an. Acht Jahre blieb sie beruflich in Bayern. Sie lernte fließend Deutsch, heiratete ihren ersten Mann Helmuth Sommer (von dem ihr späterer Künstlername Summer stammt) und kam mit ihrem langjährigen Produzententeam Giorgio Moroder und Pete Bellotte zusammen.

"Love to Love You Baby"

Gleich ihr erster Hit 1975 wurde ein internationaler Skandal: In "Love to Love You Baby" stöhnt sie sich 17 Minuten lang hocherotisch zu Disco-Musik durch den Song. Das Time-Magazin berichtete, für die Aufnahme hätten 22 Orgasmen simuliert werden müssen. Summer bekam das Etikett Sex-Göttin verpasst, mehrere Sender verbannten das Stück aus ihrem Programm.

Nach der Rückkehr in die USA folgten weitere Hits wie "I Feel Love", "No More Tears", "On the Radio" und "Last Dance", der Oscar-prämierte Titelsong aus dem Musikfilm "Thank God It's Friday". Mit fünf Grammys, drei aufeinanderfolgenden Nr.-1-Platin-Alben und insgesamt 130 Millionen verkauften Platten wurde Summer zum Weltstar.

Ruhm hatte seinen Preis

Doch der Ruhm hatte seinen Preis. Auf dem Zenit ihres Erfolgs versuchte Summer, sich das Leben zu nehmen: Der Karrieredruck, das Auseinanderbrechen ihrer Ehe und eine folgende traumatische Beziehung hatten sie in tiefe Depressionen gestürzt. Als sie aus dem Fenster eines Hotels am New Yorker Central Park springen wollte, verfing sie sich allerdings im Vorhang und wurde vom Zimmermädchen gerettet.

In ihrer Autobiografie berichtet sie über diese Erfahrung, die sie später zu einer "wiedergeborenen Christin" machte. "Wir alle erfahren Leid. Ich auch", bekannte sie. Summer war seit 32 Jahren mit ihrem zweiten Mann, dem Sänger und Songschreiber Bruce Sudano, verheiratet. Neben den zwei gemeinsamen Töchtern hatte sie noch eine Tochter aus erster Ehe und inzwischen mehrere Enkelkinder.

"Wer ich wirklich bin"

Der Zeit als Disco-Queen trauerte die Sängerin nicht nach. Das Diva-Image sei unecht gewesen, sagte sie einmal selbstkritisch. "An einem gewissen Punkt habe ich angefangen, den Schein abzulegen und die Menschen damit zu konfrontieren, wer ich wirklich bin."

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