Schock bei Fußball-Spitzenreiter Salzburg! Die "Bullen" gaben bekannt, dass zwei Spieler bei einer UEFA-Kontrolle einen positiven Doping-Test abgaben: Mohamed Camara und Sekou Koita.
Die Hintergründe dürften bereits geklärt sein: Bei Camara und Koita wurden Spuren eines Wirkstoffs festgestellt, der wesentlicher Bestandteil eines Medikaments gegen Höhenkrankheit ist. Dieses wurde den beiden nach übereinstimmender Aussage im November vom medizinischen Betreuerteams des Nationalteams Mali verabreicht. Mali reiste für das Afrika-Cup-Quali-Spiel gegen Namibia ins 1.700 Meter hoch gelegene Windhoek.
"Wir sind sehr stolz, wenn unsere Spieler zu ihren jeweiligen Nationalteams einberufen werden. Aber gerade bei einem A-Länderspiel darf und muss erwartet werden, dass die medizinische Betreuung den internationalen Standards entspricht und Ärzte mit den geltenden Regeln vertraut sind", ärgert sich Salzburg-Geschäftsführer Stephan Reiter.
Der Klub erklärt in einer Aussendung, dass Camara und Koita im Frühjahr am Trainingsbetrieb teilnehmen werden und – in Zusammenarbeit mit der UEFA und den zuständigen Behörden – jegliche Unterstützung zur lückenlosen Aufklärung dieser Causa erhalten. Ob eine Sperre droht, ist noch nicht klar.
Fakt ist: Das Duo zählt zum Salzburger Stammpersonal, kam in Liga, Cup und Champions League zum Einsatz. Ein Ausfall würde den amtierenden Meister hart treffen.