Doppel-Papa lernt sich in Karenz zum Berufskraftfahrer

In seinem Job bewegt Wiener Linien-Busfahrer Andreas Weilguni die Wiener. Privat brachte er Bewegung in seine berufliche Qualifikation: In der Karenz holte er den Lehrabschluss als Berufskraftfahrer nach. 
In seinem Job bewegt Wiener Linien-Busfahrer Andreas Weilguni die Wiener. Privat brachte er Bewegung in seine berufliche Qualifikation: In der Karenz holte er den Lehrabschluss als Berufskraftfahrer nach. Wiener Linien/Robert Peres
Dank seiner Frau wagte Busfahrer Andreas Weilguni den Schritt zum Lehrabschluss. Der waff unterstützte ihn mit Beratung und Ausbildungsgeld. 

Andreas Weilguni (34) ist glücklicher Vater zweier Kinder (6 und 2,5 Jahre alt) und Autobuslenker für die Wiener Linien. Eine Arbeit, die ihm Spaß macht. Dennoch überlegte er schon länger, seine Qualifikation durch einen Lehrabschluss als Berufskraftfahrer zu stärken.

Dafür hat er - nach Ermunterung durch seine Frau - die zweite Karenz genutzt. Unterstützung in Form von Beratung und Geld bekam er durch den Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds waff. Diese hilft Wienerinnen und Wiener, die nach der Babypause oder Pflegekarenz wieder gut in den Job einsteigen und sich dafür weiterbilden wollen. Seit Jänner 2021 können sie mit bis zu 4.000 Euro rechnen.

"Investition in meine berufliche Zukunft"

Für Herr Weilguni ging alles "ganz unkompliziert und unbürokratisch", wie er erzählt. Er ließ sich beraten und bekam schließlich die Förderzusage. Im Kurs lernte er rechtlich und fachlich dazu - während der Karenzzeit vor allem in den Abendstunden. Vom waff bekam der Zweifach-Vater zusätzlich zur Beratung auch 600 Euro für die berufliche Weiterbildung. Damit waren die Kurs- und Prüfungskosten gedeckt. Er schloss mit Auszeichnung ab und erreichte damit das Ziel, das er sich gesetzt hatte. "Das war eine mittel- bis langfristige Investition in meine berufliche Zukunft", ist sich der Wiener sicher. Jetzt ist er - besser ausgebildet und abgesichert - wieder im Job und bringt als Busfahrer wieder täglich Menschen an ihr Ziel.

waff hilft beim Wiedereinstieg nach der Babypause

Der waff unterstützt bewusst Frauen und Männer für einen guten Wiedereinstieg nach der Babypause. "Mit diesem waff-Programm entziehen wir tradierten Rollenverständnissen und der Angst vor dem Karriereknick den Boden, um die Gleichberechtigung in unserer Stadt weiter zu vertiefen. Heuer stellen wir dafür knapp zehn Millionen Euro bereit. Über 4.000 Wienerinnen und Wiener können davon für ihre berufliche Karriere nach der Karenz profitieren", so Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke (SPÖ).

Um in das Programm für Wiedereinsteigerinnen und –einsteiger aufgenommen zu werden, muss die Weiterbildung während der Elternkarenz starten und kann dann über die Karenzzeit noch andauern. Weitere Informationen erfahren Interessierte unter www.waff.at oder am Wiener Info-Telefon für Beruf und Weiterbildung unter 0800 86 86 86.

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