Mord in Linz: Killer schwor IS-Chef ewige Treue

In Linz ist am 30. Juni 2017 ein betagtes Ehepaar in seinem brennenden Haus tot aufgefunden worden
In Linz ist am 30. Juni 2017 ein betagtes Ehepaar in seinem brennenden Haus tot aufgefunden wordenBild: Kein Anbieter/picturedesk.com
Brisante Details rund um die furchtbare Bluttat von Linz: Mohamed H. (54) hatte IS-Anführer Abu Bakr al-Baghdadi ewige Treue versichert.
Die Auswertung von Handy, Computer und allen Daten des tatverdächtigen Tunesiers (54) haben laut Innenministerium ergeben: Der Tunesier, der aus Hass auf die FPÖ ein Seniorenpaar eiskalt ermordet haben soll ("Heute" berichtete) dürfte sehr radikal gewesen sein. Wörtlich schwor der 54-Jährige dem "Kalif Ibrahim" bzw. dem "Führer der Gläubigen" (so nennt sich al Baghdadi) unbedingte Gefolgschaft und ewige Treue. Das soll aus Beweisen hervorgehen, die bei dem Mann gefunden wurden.

Mohamed H., ein Biogemüsehändler, soll am 30. Juni in Linz Hildegard Sch. (85) erdrosselt und ihren Mann Siegfried (87) mit einem Stock erschlagen haben. Danach legte er Feuer und fuhr mit dem Fahrrad zur Polizei, um sich zu stellen. Als Motiv für die Bluttat gab der Tunesier - er lebte seit 1989 in Österreich und war nicht polizeibekannt - an, dass er die Gesellschaft und die FPÖ hasse. Das Paar hatte er gekannt, weil er den beiden immer wieder Lebensmittel zustellte. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Im Internet hatte es zahlreiche Diskussionen nach der Gewalttat, der Klärung und der Präsentation der Ermittlungsergebnisse (Anm. "Erster IS-Mord in Österreich") gegeben. Jetzt zeichnet sich langsam ein klareres Bild des Verdächtigen. "Mohamed H. war ein radikaler IS-Sympathisant, dazu noch ein verwirrter Kopf - eine hochgefährliche Mischung", erklärt ein hoher Beamter.

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