Nach Doppelmord: Plant Steirer weitere Attentate?

Die ganze Nacht hindurch hat die Polizei den Wald um den Tatort abgesucht – bislang ohne Erfolg. In Stiwoll herrscht Angst. Indes werden immer mehr Details bekannt.
Vom mutmaßlichen Doppelmörder Friedrich F. fehlt seit Sonntag jede Spur. Seit Dienstagfrüh suchen rund 300 Polizisten aus vier Bundesländern nach dem Flüchtigen.

Im Zuge der Ermittlungen kommen immer heiklere Details über den Steirer ans Tageslicht: So soll der 66-Jähriger kein Unbekannter sein – im Gegenteil. Er hat einen unfassbaren Hass auf Justiz und Behörden, machte daraus auch keinen Hehl. Sein Fahrzeug zierte deshalb etwa jahrelang der Schriftzug "Heil Hitler", was folgenlos blieb. Denn "ein NS-Wiederbetätigungsvorsatz war ihm nicht nachweisbar", "Heute" berichtete ausführlich.

Außerdem führte der Imker einen eigenen Blog im Netz, sympathisierte mit extrem Rechten und identitären Kreisen.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. Vortrag in der Schule

Wie nun ebenfalls bekannt wurde, hat der Bienenzüchter noch am Mittwoch vergangener Woche in einer Volksschule einen Vortrag über Wald und Wiesen gehalten. "Da war er sehr freundlich, und nichts Unauffälliges zu bemerken", sagt Bezirkspolizeikommandant Johann Hohl zu "meinbezirk.at".

Um kein Risiko einzugehen, blieben deshalb am Montag und Dienstag die Volksschulen und die Kindergärten in Geistthal und Södingberg geschlossen. Hier wurde das Fahrzeug des mutmaßlichen Täters gefunden.

Weitere Taten geplant?

Zudem gibt es eine Liste mit gefährdeten Personen, die von der Polizei erstellt wurde. Darauf zu finden sind etwa die Staatsanwaltschaften Graz, Klagenfurt und Leoben, sämtliche Richter, Bezirkshauptmannschaften und weitere Betriebe, mit denen der 66-Jährige im Clinch lag. Sie werden von Beamten beschützt.



25 Spürhunde, ein Hubschrauber und 50 Polizeifahrzeuge suchen auf Hochtouren nach dem Mann, der am Sonntagvormittag in seiner Heimatgemeinde Stiwoll drei Personen mit einer Langwaffe angeschossen haben soll. Zwei (65 und 64) sind verstorben, eine Frau (48) ist schwer verletzt.

(red)

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