Doppelwahl: Droht Chaos in den Wahllokalen?

Der behördliche Aufwand sorgt bei Bürgermeister Resch (kl. Foto) für Bedenken.
Der behördliche Aufwand sorgt bei Bürgermeister Resch (kl. Foto) für Bedenken.Bild: Daniel Schreiner, iStock
Während sich in Krems viele über die zusammengelegte Wahl freuen, sorgt der 15. Oktober im Rathaus für Sorgenfalten.

Während in ganz Österreich der Nationalrat gewählt wird, entscheiden 23.882 Kremser am 15. Oktober auch über den Gemeinderat. Für viele ist es ein Grund zur Freude, nicht zweimal wählen gehen zu müssen, jedoch drohen durch die Doppelwahl auch Probleme.

So musste die Zahl der Wahllokale reduziert werden und die beiden Wahlen müssen in getrennten Räumen stattfinden. Für die Wähler bedeutet das, dass sie sich zwei Mal anstellen müssen.

"Besonders zu den Stoßzeiten, etwa nach dem Mittagessen, könnte es deshalb zu langen Wartezeiten kommen. Ich hoffe, dass sich das dann nicht negativ auf die Wahlbeteiligung auswirkt", sagt Bürgermeister Reinhard Resch (SP).

Enormer Aufwand

Auch der organisatorische Aufwand sei für die Behörden enorm und die unterschiedlichen Fristen bei den Wahlkarten sorgen für Verwirrung bei vielen Kremsern. "Uns wurde von Juristen vehement davon abgeraten. Für die Wahlhelfer wird das extrem belastend", so Resch.

Während die SP die Doppelwahl ursprünglich vermeiden wollte, setzten VP und FP sie gemeinsam durch. "Es geht darum Bürgernähe zu signalisieren, anderswo gibt es drei Wahlen an einem Tag und es funktioniert auch", so VP-Spitzenkandidat Erwin Krammer.

FP-Chefin Susanne Rosenkranz dazu: "Es ist einfach vernünftiger und ökonomischer. Nur so kann verhindert werden, dass die Kremser wahlmüde werden, weil sie gleich an zwei Sonntagen in kurzer Zeit wählen gehen müssen."

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