Der scheidende Kärntner Landeshauptmann Gerhard Dörfler legt sein Landtagsmandat nun doch zurück. Er wechselt in den Bundesrat. Hannes Anton tritt sein Mandat allerdings an.
Es sei notwendig gewesen, einen Kompromiss zu finden, um den drohenden Verlust des Klubstatus abzuwenden, sagte Dörfler. Im Bundesrat will er nun seine Kontakte in Süd- und Südosteuropa "vor allem auch für die Bundespartei" weiterentwickeln. Der dritte der FPK-"Dissidenten", der Villacher Abgeordnete Hannes Anton, wird laut Dörfler sein Mandat aber annehmen.
Dörfler als "Brückenbauer"
Nach dem Abbruch der Verhandlungen vor einer Woche habe er daher weitere Gespräche geführt, auch auf Bundesebene, um zu einer Lösung beitragen zu können: "Ich habe wieder einmal eine Brücke gebaut." Der scheidende FPK-Finanzlandesrat wechseln werden.
Dörfler selbst scheint seine Meinung über den Bundesrat indes geändert zu haben. Im Februar vergangenen Jahres erklärte er in einer Reaktion auf ein Sparpaket der Bundesregierung, dass der Bundesrat "ersatzlos abgeschafft" gehöre. In einer Aussendung meinte er: "Der politische Alltag zeigt, dass der Bundesrat längst nur noch als verlängerte Werkbank der Parteien agiert und schon lange keine echte Länderkammer mehr darstellt." Die Institution gehöre daher weg.