Doris (3) muss zu Papa in die USA: "Sie hat Angst"

Jutta R. (43) hat Angst um ihre Tochter.
Jutta R. (43) hat Angst um ihre Tochter.Privat
Geht es nach dem Obersten Gerichtshof, soll die Tochter von Österreicherin Jutta R. bei ihrem Vater in Amerika leben. Nun spricht die besorgte Mutter.

Für Jutta R. (43) war es die große Liebe: Vor rund sieben Jahren lernte sie in Wien Ingenieur Phil kennen. Als der US-Amerikaner wegen eines Jobwechsels zurück in seine Heimat wollte, ging die gebürtige Niederösterreichin mit. Das Paar heiratete, Tochter Doris (heute 3) wurde geboren. Doch die heile Welt bekam bald Risse: "Er fing an, mich zu bedrohen, übte psychischen Druck aus, verbot mir Kontakte nach Österreich. Ich war zunehmend isolierter", Jutta R. im Gespräch mit "Heute".

Mama Jutta musste fliehen

Im August 2019 plante die Krankenschwester einen Heimaturlaub: "Vier Tage vor der Abreise hat er mich vergewaltigt. Ich war so geschockt und hatte Angst, also habe ich ihn nicht angezeigt." Schließlich flog sie mit ihrer Tochter (damals 17 Monate) nach Österreich – und blieb. Sie trennte sich von ihrem Ehemann und reichte die Scheidung ein. Ein erbitterter Streit um Doris war die Folge. Nun entschied der Oberste Gerichtshof, dass das kleine Mädchen nach dem Haager Kindesentführungs-Übereinkommen wieder zu ihrem Vater rückgeführt werden muss. "Doris hat panische Angst vor Phil. Wenn sie zu ihm kommt, wäre sie in höchster Gefahr", ist die 43-Jährige überzeugt.

OGH entschied sich gegen sie

Auch die Gerichte in erster und zweiter Instanz stellten eine Kindeswohlgefährdung beim Vater fest – doch der OGH entschied anders. Letzte Chance für Jutta R.: Sie hat Rechtsmittel eingelegt, der Fall liegt nun wieder bei einem Landesgericht in Niederösterreich.

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