Dornauer will Bures als Hofburgkandidatin aufstellen

Doris Bures verewigt sich auf der Pink Ribbon Jubiläumswand
Doris Bures verewigt sich auf der Pink Ribbon Jubiläumswand(Bild: Andreas Tischler)
Wie Tirols SPÖ-Chef Georg Dornauer erklärt, soll 2022 die zweite Nationalratspräsidentin Doris Bures zur Bundespräsidentschaftswahl antreten.

Georg Dornauer möchte, dass ab dem Jahr 2022 eine Parteikollegin in der Hofburg amtiert. Der Tiroler SPÖ-Chef empfiehlt seiner Partei bei der anstehenden Bundespräsidentschaftswahl jedenfalls eine eigene Kandidatur, wie er gegenüber der APA betonte. Seine Favoritin ist die Zweite Nationalratspräsidentin Doris Bures.

"Zeit reif für eine Frau auf dem Chefsessel im Land"

Sie sei eine "überaus geeignete Kandidatin" und eine der "verdientesten Politikerpersönlichkeiten Österreichs", so Dornauer. "Ich persönlich halte die Zeit reif für eine Frau auf dem Chefsessel im Land", wird der Landesparteichef zitiert. Bures habe "immer Kante gezeigt" und Position bezogen, wenn es gesellschaftspolitisch notwendig gewesen sei. Die Kandidatur solle im Laufe des kommenden Jahres finalisiert werden.

Dornauer ist damit der erste prominente Sozialdemokrat, der sich auch im Falle einer Wiederkandidatur des derzeitigen Staatsoberhaupts Alexander Van der Bellen im Frühjahr 2022 für einen eigenen SPÖ-Kandidaten ausspricht.

Bures selbst hatte zuletzt erklärt, sie glaube, "dass die Sozialdemokratie, falls er noch einmal antritt, Alexander Van der Bellen unterstützen wird".

Ludwig bremst

Auch Wiens Bürgermeister Michael Ludwig bremst in der Thematik. Eine Diskussion darüber sei derzeit "entbehrlich", ließ er über die Landespartei auf APA-Anfrage ausrichten.

In der Bundeshauptstadt löste Dornauer damit offenkundig keine Freude aus: "Aus Respekt vor dem Amt und insbesondere aus Respekt vor der Person Alexander Van der Bellen, den Bürgermeister Ludwig außerordentlich schätzt und mit dem ihm ein sehr gutes Vertrauensverhältnis verbindet, hält er jegliche Diskussion zum derzeitigen Zeitpunkt für absolut nicht notwendig und auch für entbehrlich", hieß es in einer schriftlichen Stellungnahme aus der Wiener Landespartei.

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