Der bewaffnete Überfall auf eine Dorotheum-Filiale in der Währinger Straße beschäftigt weiterhin das Landeskriminalamt Wien. Am Donnerstag gegen 15 Uhr betrat nach aktuellem Ermittlungsstand ein maskierter Mann, der vermutlich mit einer Schusswaffe bewaffnet war, die Geschäftsräumlichkeiten.
Während des Überfalls gelang es vier Mitarbeitern, das Geschäft rechtzeitig zu verlassen. Verletzt wurde nach Angaben der Polizei niemand. Entgegen ersten Spekulationen kam es zu keiner Geiselnahme.
Nach dem Alarm lief ein Großeinsatz der Polizei an. WEGA, Cobra und zahlreiche Streifenbeamte sperrten den Bereich rund um die Filiale großräumig ab. Spezialkräfte durchsuchten das Gebäude, konnten den Tatverdächtigen jedoch nicht mehr antreffen.
Die bislang durchgeführten Fahndungsmaßnahmen verliefen erfolglos. Der mutmaßliche Räuber befindet sich weiterhin auf der Flucht.
Eine überraschende Wendung brachte die Spurensicherung am Tatort: Die mutmaßliche Beute des Täters wurde im Geschäft sichergestellt. Offenbar ließ der Mann diese während seiner Flucht zurück.
Derzeit sichern und analysieren Ermittler sämtliche Spuren. Zudem werden vorhandene Videoaufnahmen ausgewertet und zahlreiche Zeugenaussagen überprüft. Laut Polizei stimmen die bisherigen Beschreibungen des Verdächtigen überein.
Wie es dem maskierten Mann trotz des massiven Polizeiaufgebots gelungen ist, unerkannt zu entkommen, ist weiterhin Gegenstand der Ermittlungen.