Dorotheum versteigert makabre Stammeskunst

Für die Auktion mit teilweise recht grenzwertigen Exponaten hat sich das Dorotheum kein besseres Datum aussuchen können.

Just am 31. Oktober, an Halloween, um 14 Uhr werden im Palais Dorotheum Wien zahlreiche Kunstwerke und rituelle Gegenstände aus Afrika, Asien, Südamerika sowie einigen Pazifik-Inseln versteigert.

Neben Schmuckstücken aus Holz, Muscheln und Tierknochen befinden sich unter den angebotenen Exponaten auch einige äußerst makabre Dinge.

Schrumpfkopf und verzierte Totenköpfe

So kann man unter anderem für einen geschätzten Wert von 5.000 bis 7.000 Euro einen Trophäen-Schädel mit graviertem Dekor aus Borneo erwerben. Vom Ekoi-Volk aus Nigeria stammt ein Kopfschmuck, der aus einem menschlichen Schädel besteht, der mit Haut und Menschenhaaren überzogen ist. Dafür werden ebenfalls 5.000 bis 7.000 Euro erwartet.

Für einen zeremoniellen Schrumpfkopf aus Südamerika muss man mit 15.000 bis 18.000 Euro schon etwas tiefer in die Tasche greifen. Eine indischen Trophäen-Schädel, der mit Stirnrind-Hörnern verziert ist, gibt es schon um 10.000 bis 12.000 Euro zu kaufen.

Keine Kunst

Kritiker sehen in den zu ersteigernden Dingen allerdings keine Kunstwerke sondern rituelle Gegenstände, die nicht in die Hände betuchter Privatsammler gehören. Der Umstand, dass in vielen von ihnen menschliche Überreste eingearbeitet sind, trägt zusätzlich zum Unmut bei, hindert das Dorotheum allerdings nicht daran, die Exponate zu versteigern.

Den gesamten Katalog der "Stammeskunst"-Auktion kann man sich hier ansehen. (baf)

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