Klartext vom Dortmund-Boss! Hans-Joachim Watzke spricht offen über den gescheiterten Transfer von Jadon Sancho zu Manchester United. Das Thema zog sich im vergangenen Sommer über Wochen, ohne Happy End für den Engländer. Er blieb bei Dortmund.
Der BVB-Präsident lässt im "Kicker" durchklingen, dass Sancho lieber gewechselt wäre: "Jadon hatte sich unterbewusst womöglich schon ein wenig auf einen Wechsel eingestellt. Ich glaube, darüber hatte er sich zumindest so viele Gedanken gemacht, dass er seine Leichtigkeit verloren hat."
Watzke bestreitet aber, dass der Transfer kurz vor dem Abschluss gewesen wäre: "Die medial vielfach genannte angebliche Transfersumme hat es ja in der Realität nie gegeben. Und wenn du dann noch irgendwann signalisiert bekommst, dass von der gebotenen Summe ein großer Teil erst in einigen Jahren gezahlt werden soll, wird es endgültig eine reine Theoriediskussion."
Jetzt erkennt er einen Aufwärtstrend. Gegen Wolfsburg erzielte Sancho am Sonntag in der Nachspielzeit das 2:0. Watzke: "Ich empfinde ihn aber seit Wochen als sehr bemüht. Die Magie, wie Edin Terzic es formuliert hat, ist zwar noch nicht wieder da, aber er hat ja nichts verlernt. Der größte Unterschied ist: Früher hat er nicht über seine nächste Ballaktion nachgedacht. Jetzt überlegt er.“
Das Transferfenster ist wieder geöffnet. Im Winter wird Dortmund den Engländer aber nicht ziehen lassen. United kann erst im Sommer einen neuen Anlauf wagen. Sanchos Marktwert wird aktuell auf 100 Millionen Euro geschätzt. Das kolportierte Gebot der Red Devils soll bis zu 160 Millionen betragen haben.