"Wir gehen jetzt in dieser Konstellation in die neue Saison. Da wollen wir noch einmal angreifen", stärkte Zorc dem Schweizer Coach den Rücken. Favres Vertrag läuft ohnehin noch bis 2021.
In den letzten Wochen und Monaten war der 62-Jährige immer wieder stark in die Kritik geraten. Nach Pokal-Pleite, Champions-League-Aus und der Niederlage im vorentscheidenden Titel-Showdown gegen Bayern München (0:1) wurden Rufe nach der Ablöse des Schweizers laut. Mit Niko Kovac wurde bereits ein möglicher Nachfolger ins Spiel gebracht.
Doch der BVB will es noch einmal wissen, nach zwei Vizemeisterschaften in eine dritte Saison mit Favre gehen. Auch eine Verlängerung über 2021 hinaus ist nicht ausgeschlossen, wie Zorc erklärte. "Wir haben ein großes Vertrauensverhältnis und werden die Gespräche zu gegebener Zeit führen."
Zorc selbst hatte am Mittwoch seine Zukunft geklärt, seinen eigentlich für 2021 geplanten Abschied als BVB-Sportdirektor noch einmal verschoben. Der Vertrag mit dem 57-Jährigen wurde vorzeitig bis 2022 verlängert. Der Grund dafür ist die Corona-Krise. Ein Wechsel an der Sportdirektoren-Position wäre zu unsicher gewesen. "Es war der Wunsch des Vereins, dass ich bleibe", so Zorc. Mit Sebastian Kehl steht sein Nachfolger bereits parat, muss sich ein Jahr länger gedulden.