Niclas Füllkrug mit seinem Premierentreffer für die Schwarz-Gelben (18.), Marco Reus (45+3.) und Julian Ryerson (90+5.) ließen die Elf von Edin Terzic über den dritten Sieg in Serie jubeln. Andrej Kramaric gelang in der 25. Minute das zwischenzeitliche Elfmeter-1:1. Robert Skov verpasste in der 52. Minute den Ausgleichstreffer nur um Zentimeter, sein Freistoß krachte an die Latte. BVB-Außenverteidiger Rami Bensebaini sah Gelb-Rot (71.).
Der BVB setzte sich mit dem vierten Saisonsieg zumindest vorübergehend an die Tabellenspitze, einen Punkt vor Serienmeister Bayern München. Florian Grillitsch spielte aufseiten der Hoffenheimer durch, Marcel Sabitzer fehlte Dortmund aufgrund einer Adduktorenverletzung.
Die 30.150 Zuschauer in der ausverkauften Sinsheimer Arena, darunter der neue Bundestrainer und frühere TSG-Coach Nagelsmann, sahen eine von beiden Seiten intensiv geführte Anfangsphase. BVB-Außenstürmer Donyell Malen vergab die erste Chance (15.).
Drei Minuten später nutzte Füllkrug einen verheerenden Fehler des Hoffenheimer Abwehrchefs John Anthony Brooks. Der Nationalstürmer schloss frei vor dem TSG-Tor überlegt ab.
Die Führung hielt nicht lange. Mats Hummels leistete sich einen ähnlichen Patzer wie sein Pendant Brooks auf der Gegenseite. Nach seinem fatalen Fehlpass konnte sich Hummels nur noch mit einem Foul an Anton Stach helfen, Kramaric verwandelte den fälligen Strafstoß sicher.
Die Hoffenheimer, die ohne die angeschlagenen Wout Weghorst und Pavel Kaderabek auskommen mussten, hatten sich aufgrund ihrer mutigen Spielweise den Ausgleich zu diesem Zeitpunkt verdient. Auch Senkrechtstarter Maximilian Beier machte unter der Beobachtung des Bundestrainers eine gute Partie.
In den Minuten nach dem Treffer waren die Kraichgauer in der unterhaltsamen Begegnung mehrfach einem weiteren Tor nahe. Es fiel aber auf der anderen Seite: Nach starker Vorarbeit Malens traf Reus in der Nachspielzeit, TSG-Torwart Oliver Baumann sah dabei unglücklich aus.
Gleich zu Beginn der zweiten Hälfte waren die Hoffenheimer dem erneuten Ausgleich sehr nahe. Nach Vorarbeit von Kramaric konnte Grischa Prömel den Dortmunder Torhüter Gregor Kobel aus kurzer Distanz per Kopf nicht überwinden (48.). Drei Minuten knallte TSG-Außenverteidiger Robert Skov einen Freistoß an die Latte.
Nach dieser heiklen Phase konnten die Gäste das Spiel beruhigen, überzeugend agierte die Terzic-Elf aber dennoch nicht. Vor allem in der Offensive ging kaum etwas. Der völlig unnötige Platzverweis für Bensebaini, der TSG-Trainer Pellegrino Matarazzo den Ball aus der Hand schlug, machte es nicht besser. Karim Adeyemi hätte für den BVB erhöhen müssen (82.), das erledigte dann Ryerson.
(AFP/red)