Fussball

Dortmund-Stars stürmten nach Umfaller die Schiri-Kabine

Borussia Dortmund hat im engen Titelrennen in der deutschen Bundesliga mit dem 1:1 in Bochum zwei Punkte liegen gelassen. Die Bosse schäumten danach. 
Heute Redaktion
29.04.2023, 10:59
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
olympia live
olympia live

Schon in der fünften Minute brache Anthony Losilla den Außenseiter in Front, Karim Adeyemi sorgte in der siebten Minute für den 1:1-Ausgleich. Durch den Umfaller könnte der BVB bereits am Sonntag wieder die Tabellenführung verlieren, sollte Bayern München gegen Krisen-Klub Hertha Berlin gewinnen. 

Proteste nach Elfer-Szene

Der Unmut bei den Dortmunder Bossen war nach dem Spiel aber riesengroß. Im Mittelpunkt der Kritik stand Schiedsrichter Sascha Stegemann. Die Schwarz-Gelben fühlten sich benachteiligt. "Es gab aus unserer Sicht mindestens drei Schlüsselszenen, die heute unglücklich für uns gelaufen sind", erklärte der sichtlich angesäuerte Dortmund-Coach Edin Terzic bei "DAZN". "Schon beim Gegentor, ein langer Ball, Emre Can geht in die Luft, bekommt einen Schubser. Da war schon die erste Bitte: Schaut es euch an. Das wurde verneint", führte der Dortmund-Trainer aus. 

Die anderen beiden Szenen waren Elfmeter-Situationen. Wo dem BVB vor allem in der 65. Minute ein klarer Elfmeter vorenthalten wurde. Danilo Soares legte Adeyemi im Strafraum eindeutig. Für den bereits gelbverwarnten Bochumer hätte es darüber hinaus Gelb-Rot geben müssen. Doch die Pfeife des Schiedsrichters blieb stumm. Auch der Video-Referee griff nicht ein.

In Schiri-Kabine gestürmt

Terzic, Sportdirektor Sebastian Kehl und Kapitän Marco Reus waren nach dem Schlusspfiff derart angefressen, dass sie in die Kabine des Schiedsrichterteams stürmten, berichtet die "Bild". Es sei laut geschrien worden. "Ich habe dem Schiedsrichtergespann gesagt, was ich von diesen Entscheidungen halte und wie viel hier auf dem Spiel steht", erzählte Terzic. Und Kehl wurde noch deutlicher: "Heute ist es nicht mit rechten Dingen zugegangen. Wir haben zuletzt nie die Fehler bei anderen gesucht. Aber heute, das muss ich einfach so sagen, hat der Schiedsrichter das Spiel entschieden und uns zwei Punkte gekostet." 

Und damit womöglich auch die Tabellenführung. Denn nun können die Bayern am Sonntag im Heimspiel gegen die Hertha wieder vorbeiziehen.

Jetzt E-Paper lesen