Doskozil-Knaller – Aus für Corona-Maßnahmen ab 11.11.

Hans Peter Doskozil (SP) im "Heute"-Interview mit Clemens Oistric.
Hans Peter Doskozil (SP) im "Heute"-Interview mit Clemens Oistric.Helmut Graf
Hans Peter Doskozil verhandelt bereits über das Ende von Maskenpflicht und 3G – "in enger Absprache mit den Experten" und bei ausreichend Geimpften.

Das Burgenland gelb-grün auf der Corona-Ampel, nun der Knalleffekt: Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SP) verhandelt bereits mit der Bundesregierung über ein "Dänemark-Modell" für sein Burgenland. Das heißt: ein Aus der Corona-Maßnahmen. Das bestätigte Doskozil im "Heute"-Talk am Rande der Klimaticket-Pressekonferenz im Wiener Palais Niederösterreich.

"Aufhebung aller Maßnahmen"

Doskozil möchte "eine Politik der Anreize, nicht der Verbote" praktizieren. "Wir haben ein Ziel, nämlich 80 Prozent der impfbaren Bevölkerung mit einer Impfung zu erreichen. Das wird uns gelingen. Wir haben aber auch gesagt, dass wir dann entsprechende Erleichterungen bekanntgeben werden – das heißt sukzessive Lockerungen bis zur Aufhebung aller Maßnahmen."

An dem Paket werde schon auf Hochtouren gearbeitet, sagt Doskozil: "Wir sind bereits jetzt in einem sehr intensiven Gespräch mit Experten des Bundes, wie wir das umsetzen können."

Ausrollung dann ab dem burgenländischen Landesfeiertag (11. November), "wenn der Erfolg gelingt und die Zahlen passen". Stand Donnerstag fehlten nur noch 4.626 Erst-Stiche. "Seit Bekanntgabe der Impflotterie konnten wir über 5.000 Neu-Impfungen verzeichnen, unter den 15- bis 24-Jährigen sind bei uns jetzt 70 Prozent geimpft. Wir sind auf einem sehr guten Weg."

Bekanntgabe mit Experten

Derzeit gibt es noch Maskenpflicht und 3G-Kontrollen im Burgenland. Diese könnten bald der Vergangenheit angehören: "80 Prozent Geimpfte, dann werden wir gemeinsam mit den Experten – es ist mir wichtig, sie im Boot zu haben – die Maßnahmen, die zurückgenommen werden und im Burgenland nicht mehr notwendig sind, bekanntgeben."

"Man sollte Menschen nicht mit Sanktionen bedrohen, sondern beispielgebend vorausgehen."

Zur 1G-Debatte mit Einschränkungen für Ungeimpfte hat Doskozil eine klare Meinung: "Man sollte Menschen nicht mit Sanktionen bedrohen, sondern beispielgebend vorausgehen." Mit diesem Erfolgsgeheimnis habe es das Burgenland zur höchsten Impfquote Österreichs gebracht. "Wenn nichts Unvorhergesehenes passiert", werde es in seinem Bundesland keinen Lockdown mehr geben.

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