Nur fünf Tage vor der Kärnten-Wahl kocht die Vorsitzdebatte in der SPÖ erneut hoch. Auslöser der neuen Spekulationen: der "Kurier". "Rendi vor Ablöse? SPÖ droht Kampfabstimmung", titelte das Blatt.
Die Spekulation: Die mächtige Wiener Partei hätte sich von Rendi abgewandt. Nationalratspräsidentin Bures solle als Interimschefin die Neuaufstellung vorbereiten, Rendi ihren Job bekommen.
Auf "Heute"-Nachfrage dementiert Bures diesen Wechsel entschieden: "Ganz sicher nicht."
SP-Bundesgeschäftsführer Deutsch schickte das offizielle Wording parteiintern per WhatsApp: "Die Gerüchte … sind unwahr und entbehren jeder Grundlage." Ludwig und Bures unterstützten Rendi "zu 100 Prozent".
Das betonte auch Klubobmann Leichtfried. Und fügte hinzu: "Ich halte gar nichts von diesen intriganten Spielchen."
In den Ländern – wo die Unzufriedenheit mit Rendi steigt – gibt’s Ärger, dass der Vorsitz "im stillen Kämmerlein" ausgemacht werde. Funktionäre kritisieren, dass Wien und Gewerkschaft versuchen würden, einen SP-Chef Doskozil zu verhindern: "Das ist ,House of Cards' für Arme", formuliert es einer.
Um Einigkeit zu demonstrieren, wurde gestern sogar eine Parteiveranstaltung geändert. Ludwig – eigentlich nicht eingeladen – durfte dort reden. Noch vor Beginn hielt er fest: "Wien und ich stehen ganz stark hinter der Vorsitzenden." Er habe parteiintern klargemacht, "dass es notwendig ist, gemeinsam aufzutreten".
Er hält sein Schweigegelübde bis nach den Wahlen in Kärnten & Salzburg.