Drei Lamas im Bezirk Waidhofen an der Thaya "hausten unter furchtbaren Bedingungen bei einer Familie, die uns bereits in der Vergangenheit Ponys und Pferde beschert hat", heißt es seitens des Tierheim Krems.
Auch diesmal fand der Amtstierarzt Dr. Franz Appel die Tiere in so schlechtem Zustand vor, dass am Montag eine sofortige Abnahme verfügt wurde, gleichzeitig gab es im Weinviertel ein Katzendrama ("Heute" berichtete).
Alle drei, zwei trächtige Stuten und ein unkastrierter Hengst, waren unterernährt, verwahrlost, die Nägel extrem lang, die Tiere seit Jahren nicht geschoren. Doch wohin mit den drei "Südamerikanern"?
Marianne Furth von den Kittenberger Erlebnisgärten kontaktierte sofort den Lamaexperten Erwin Stadler aus dem Weinviertel, der einen vorbildlichen Lamahof betreibt. Der Fachmann, der auch an der Vetmed Wien bei Fortbildungen Tierärzte unterrichtet, war sofort bereit, zu helfen und die armen Tiere abzuholen.
"An diesem Fall zeigt es sich wieder, wie wichtig Netzwerke im Tierschutz sind. Wenn viele zusammenhalten, kommen gute Lösungen zustande und notleidenden Tieren kann effektiv geholfen werden. Nochmals ein herzliches Dankeschön an Marianne Furth und Erwin Stadler vom Lamahof!", lobt das Tierheim Krems die tolle Zusammenarbeit.
Und abschließend: "Die Tiere waren vollkommen dehydriert und in so schlechtem Ernährungszustand (was durch das verfilzte Fell verborgen blieb), dass sie vermutlich in einigen Wochen gestorben wären. Sie hatten vor lauter Hunger bei ihrer Ankunft sogar den Salzleckstein aufgefressen. Außerdem litten sie unter massivem Parasitenbefall. Danke nochmals allen, die helfen! Bitte bei Spenden als Betreff "LAMARETTUNG" angeben, damit wir zuordnen können. Wir werden alle, die gespendet und geholfen haben, auf unserer FB-Seite anführen." (wes)