Thiem zu Bruder Moritz: "Leben noch alle zaus?"

Dominic Thiem plaudert mit seinem Bruder Moritz.
Dominic Thiem plaudert mit seinem Bruder Moritz.Screenshot
Dominic Thiem ist Grand-Slam-Sieger und seine Familie feiert mit dem US-Open-Triumphator. Die emotionalen Momente nach dem Finalsieg.

Nach vier Stunden und fünf packenden Sätzen krönte sich Dominic Thiem in der Nacht auf Montag zum Sieger der US Open. Der Lichtenwörther bezwang im Finale seinen Freund Alexander Zverev, der ihm alles abverlangt hatte. Thiem drehte einen 0:2-Satzrückstand in einen Sieg um – das hatte im Endspiel der US Open vor ihm keiner geschafft.

Nach dem dritten Matchball sank Thiem erleichtert und erschöpft zu Boden. Es war vollbracht. Der 27-Jährige hatte sich, von Krämpfen geplagt, im Tie-Break des Entscheidungssatzes mit 8:6 durchgesetzt. 

Die Siegerehrung auf dem Court war rührend. Thiem und Zverev hatten für den jeweils anderen nur lobende Worte über. Zverev dankte seinem Team und seiner Familie, brach dabei in Tränen aus: "Ich vermisse meine Eltern. Ich bin sicher, sie sind trotzdem stolz auf mich. Irgendwann bringe ich die Trophäe mit nach Hause."

Ähnlich emotional ging es im Team Thiem zu. Hier wurden aber Freudentränen vergossen. Unmittelbar nach der Zeremonie wurde Thiems Bruder Moritz auf einem großen Monitor zugeschalten. Vor den Augen und Ohren der Sportwelt führten die beiden Brüder ihr erstes Gespräch nach der Sternstunde.

Worüber in solchen Momenten gesprochen wird? Dominic sagte: "Leben noch alle zaus? Wie spät ist es bei euch, halb drei?" Die launige Antwort von Moritz: "Ich hoff schon. Hab noch nicht mit allen geredet." Er habe das Match in der eigenen Wohnung verfolgt: "Es war verrückt. Es ist alles durch die Gegend geflogen und ich hab drei Cheeseburger gegessen." Der frischgebackene US-Open-Sieger: "Geistesgestört. Herrlich. Wahnsinn. Der Fuß wird sich sicher auch gut anfühlen nach dem Sturz (lacht)."

Im "ServusTV"-Interview wurden Thiem anschließend kurze Botschaften seiner beiden Eltern vorgespielt. Mama Karin Thiem: "Hallo Domi, ich gratuliere, ich bin sprachlos. Es ist so schön, dass du dir deinen Traum des Lebens erfüllt hast." Sein Vater und Trainer Wolfgang sagte: "Kannst du dich noch erinnern, als wir vor drei Wochen mit dem Auto nach Deutschland gefahren sind und darüber gesprochen haben? Jetzt ist es wirklich eingetreten. Unglaublich."

Thiem strahlte angesichts der emotionalen Grüße aus der Heimat.

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