Drei falsche Polizisten nahmen Urlauber aus: Urteil

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Weil drei junge Männer, ein Österreicher und zwei Bosnier, sich als Polizisten ausgegeben und in Salzburg und Tirol vermeintliche Strafen von Urlaubern abkassiert hatten, wurden sie am Freitag zu Bewährungsstrafen von sechs bis dreizehn Monaten verurteilt.

Die zwischen 20 und 30 Jahre alten Angeklagten trieben im vergangenen Winter ein übles Spiel mit den Lenkern von Urlauberautos. Sie kontrollierten die Ausweise der Betroffenen und gaben vor, den technischen Zustand ihrer Fahrzeuge zu überprüfen. Die Möchtegern-Gesetzeshüter trugen Bundesheer-Uniformen, einer eine Bundesheer-Waffe und ihr Fahrzeug war mit einem Magnet-Blaulicht am Dach ausgestattet.

70 Autolenker fielen auf die Masche der Verdächtigen herein. Das Trio machte damit gutes Geld, insgesamt 7.100 Euro nahmen sie ein - und gaben das Geld wieder aus. Nicht einmal vor einem Reisebus machten die Männer Halt und kontrollierten alle Passagiere. Doch ein Skiurlauber aus Tschechien schöpfte Verdacht und ging zur Polizei. Dadurch flog der Schwindel auf.

Im Mai wurden die drei Tatverdächtigen ausgeforscht. Beim Prozess legte nur einer der Angeklagten ein vollständiges Geständnis ab. Ein Angeklagter wurde zu sechs Monaten Haft, der zweite zu zwölf Monaten und der dritte zu 13 Monaten Haft verurteilt. Ein falscher Polizist muss seinen Teil der Beute (3.500 Euro) zurückzahlen. Alle Strafen wurden zur Bewährung ausgesetzt.

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