Drei Jahre Haft für Süchtige, die Kampfhund auf Tour...

Bild: Denise Auer

Im März hetzte die 23-Jährige ihren Staffordshire Terrier im Drogenrausch auf ein schwedisches Ehepaar. Der Hund biss der Frau in den Bauch und verletzte sie. Am Dienstag stand die Frau vor Gericht. Urteil: Drei Jahre Haft, doch absitzen muss sie die Strafe nicht. Grund ist eine Gesetzesbestimmung die Suchtgiftabhängige privilegiert.

im Drogenrausch auf ein schwedisches Ehepaar in der Rotenturmstraße im ersten Wiener Bezirk. Der Hund biss der Frau in den Bauch und verletzte sie. Am Dienstag stand die Frau vor Gericht. Urteil: Drei Jahre Haft, doch absitzen muss sie die Strafe nicht. Grund ist eine Gesetzesbestimmung für Suchtgiftabhängige.
Zu drei Jahren unbedingter Haft wurde am Dienstag eine Frau verurteilt, die im Frühjahr ihren Hund in räuberischer Absicht auf ein schwedisches Paar hetzte. In das Gefängnis muss die Drogensüchtige allerdings vorerst nicht. Grund ist eine Bestimmung im Suchtmittelgesetz: Da heißt es, dass Straftätern ihre Strafe aufzuschieben ist, wenn sie sich bereit erklärt haben, eine Therapie zu machen, um von den Drogen loszukommen. Das gilt aber nur, wenn die Strafe nicht länger als drei Jahre beträgt. 

Dieses Gesetz kam jetzt auch der 23-Jährigen zugute, ein Gutachter bestätigte, dass die Frau drogenabhängig ist. Jetzt muss sie erst sechs Monate stationär und weitere 18 Monate ambulant behandelt werden. Wenn die Therapie erfolgreich ist, wird der Täterin ihre Reststrafe erlassen.

Im Drogenrausch auf Raubtour

Am 26. März war die Frau mit ihrem Kampfhund "Daisy" in der Rotenturmstraße unterwegs. Laut eigenen Angaben war die 23-Jährige vollgepumpt mit LSD und Ketamin. Als sie ein schwedisches Ehepaar sah, hetzte sie ihren Hund auf die Touristen.

"Ich hab die Versace-Tasche der Frau gesehen und mir gedacht, das ich die nimm", sagte die Angeklagte beim Prozess im Juni. Sie habe den Vierbeiner aber nicht als Waffe eingesetzt: "Daisy sei eigentlich voll brav, sie ist nur ein Angstbeißer, wenn sie bemerkt, dass ich nervös und im Stress bin." 

Zuvor versuchte die Drogenabhängige bereits einer 62-jährigen Wienerin die Handtasche zu entreißen. Ein Mitarbeiter einer Pizzeria beobachtete das und kam der Frau zur Hilfe. Der Schöffensenat wertete das damals als vollendete bzw. versuchten schweren Raub. 
 

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