Drei Jahre Haft für Teenie nach Wettcafé-Überfall

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Nach einem Überfall auf ein Wettcafé in Graz standen am Montagnachmittag fünf Jugendliche vor Gericht. Die Angeklaten bekannten sich sofort schuldig und gaben ihre Drogensucht als Grund an. Die 19-jährige Haupttäterin wurde zu drei Jahren Haft verurteilt, ihre vier Mittäter zu ein bis drei Jahren.


Die Jugendlichen aus Slowenien, Kroatien, Bosnien und der Türkei sind aus dem Suchtgiftmilieu und waren sofort geständig. "Ich nehme Drogen, seit ich elf, zwölf Jahre bin", schilderte die Hauptangeklagte, eine junge Kroatin, die ihre Tat nicht zu beschönigen versuchte.

Die 19-Jährige Kroatin ging im Juni allein in das Lokal, bedrohte den Kellner mit einer Gaspistole und erbeutete rund 2.800 Euro, die aufgeteilt wurden.

Die Idee, das Wettcafe zu überfallen, stammte von ihrer Freundin, die mitangeklagt wurde. Allerdings nur als Beitragstäterin, weil sie die Situation im Cafe ausgekundschaftet hat, zusammen mit einer weiteren Beschuldigten.

Die Haupttäterin wurde zu drei Jahren Haft verurteilt, die vier übrigen erhielten Strafen von einem Jahr bedingt bis zu drei Jahren unbedingt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Fall durch Zufall aufgeklärt

Dass der Fall aufgeklärt werden konnte, war purer Zufall: Einer der angeklagten Burschen war im Visier der Drogenfahnder, und als sein Telefon abgehört wurde, flog die Geschichte auf.
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