Österreich

Drei Mädels quälten geistig Behinderten

Drei Frauen wurden am Mittwoch in Niederösterreich wegen Schändung eines gestig behinderten Mannes verurteilt.
Heute Redaktion
14.09.2021, 03:41

"Es war eine Schnappsidee, es ist einfach so passiert, wir waren betrunken", erklären die drei angeklagten Mädchen mit hängenden Köpfen am Mittwoch am Landesgericht Korneuburg. "Das ist keine Entschuldigung für so eine abartige Tat", kontert Richter Franz Furtner streng.

Was war passiert am 4. März 2011 in Retz (Hollabrun)? Marina W. (20), Nadine K. (20) und Erika H. (19) machten sich der Wohnung von Marina W.s Bruder einen lustigen Abend. Auch dabei: Der Bekannte und späteres Opfer Herbert H. (Name geändert).

Tat mit Handy gefilmt

Aus reiner Lust missbrauchte das Trio den geistig behinderten Herbert H. mit einem Kochlöffel. Ein Mädchen filmte das abscheuliche Drama. Dann schlugen die Mädels auf ihr Opfer mit einem Besenstil ein – bis dieser abbrach. H. musste daraufhin ins Spital.

Einem Bericht zufolge hatten sich die Frauen mit dem in einem Heim lebenden Mann angefreundet. Der Fall war durch die Anzeige einer Betreuerin aufgedeckt worden, der Verletzungen an dem 40-Jährigen aufgefallen waren.

Nur durch das junge Alter fielen die rechtskräftigen Urteile der Schöffen niedrig aus: 24 Monate teilbedingt (3 davon fest) für Marina W., 6 Monate bedingt für K. und 24 Monate bedingt für H.

Joachim Lielacher/ red