Drei Überfälle: Ordensköchin legt Beichte ab

Sie hielt sich für ziemlich ausgekocht. Pleite, die Handwerker im Haus - diese Mischung machte eine Ordensköchin zur Serien-Räuberin. In St. Pölten stand sie nun vor Gericht: Ende: ein Scherbenhaufen.
Sie hielt sich für ziemlich ausgekocht. Pleite, die Handwerker im Haus – diese Mischung machte eine Ordensköchin zur Serien-Räuberin. In St. Pölten stand sie nun vor Gericht: Ende: ein Scherbenhaufen.

"Es tut mir so leid, es war ein Riesen-Fehler", jammerte Elvira L. (46, Name geändert) mit tränenerstickter Stimme am Dienstag vor dem Schöffengericht. "Die permanenten Geldprobleme trieben mich zur Verzweiflung. Ich hatte schon die Handwerker im Haus, dann sagte mir plötzlich die Bank ab. Und dann erfuhr ich auch noch, dass ich Krebs habe", erklärte die Angeklagte schluchzend.

Niemals würde man der zierlichen Frau drei Überfälle (mit Spielzeugpistole und Pfefferspray) zutrauen: eine Bank, einen Supermarkt und eine Trafikantin am Nachttresor. Das Opfer wurde dabei durch Reizgas verletzt. Kurz vor Weihnachten, als Elvira L. bereits den vierten Coup geplant hatte, klickten die Handschellen. Die Richterin zeigte wenig Mitleid und verdonnerte die gestrauchelte Ordensköchin zu sieben Jahren Haft (nicht rechtskräftig) – Elvira L. sackte daraufhin weinend zusammen.
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