Dreister High-Tech-Betrug bei Führerschein-Prüfung

Über Mini-Kamera und Mikro am Körper der Prüflinge half der Betrüger bei der theoretischen Führerschein-Prüfung.
Über Mini-Kamera und Mikro am Körper der Prüflinge half der Betrüger bei der theoretischen Führerschein-Prüfung.Bild: Polizei
Eine kuriose Betrugsserie deckte die Schweizer Polizei auf. Gegen Honorar half ein 41-Jähriger den Prüflingen durch am Körper versteckte Geräte beim Führerschein-Test.
Bei Auto-Theorieprüfungen im Schweizer Kanton Solothurn ist ein grösserer Betrugsfall aufgedeckt worden. Einem 41-jährigen Kosovaren wird vorgeworfen, Absolventen der theoretischen Führerschein-Prüfung mit Hilfe von technischen Geräten geholfen zu haben.

Er soll für diese Dienste jeweils für einige tausend Franken verlangt haben, wie die Kantonspolizei Solothurn am Dienstag mitteilte. Der Mann war am jeweiligen Prüfungstag von einem externen Standort aus mit dem Prüfungsteilnehmer verbunden und konnte ihm die Antworten auf die gestellten Fragen übermitteln.

Geräte am Körper versteckt

Um die Antworten zu erhalten, wurden die Teilnehmer der theoretischen Führerschein-Prüfungen mit einer Mini-Kamera, einem Mikro-Kopfhörer, einem Empfangsgerät und einem Sender ausgestattet. Die Geräte waren zum Teil in ein Oberteil eingearbeitet oder wurden am Körper mitgeführt.

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Gestützt auf die Ermittlungen, gehen die Strafverfolgungsbehörden davon aus, dass der 41-jährige Mann zwischen Dezember 2014 und März 2016 insgesamt 20 albanischen, kosovarischen, mazedonischen und schweizerischen Staatsangehörigen seine Dienste angeboten hat.

Auch Sie müssen sich nun vor den Strafverfolgungsbehörden verantworten. Es handelt sich dabei um Männer und Frauen, die ihre Theorieprüfung bei den Motorfahrzeugkontrollen in Olten und Bellach abgelegt haben.

(red)

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