Niederösterreich

"Dringende Hüft-OP wurde einfach abgesagt"

Walter S. (66) aus dem Bezirk Neunkirchen ist verzagt: Im Juli hätte er ein neues Hüft- und Kniegelenk bekommen sollen, doch der Termin wurde nicht etwa nur verschoben, sondern abgesagt.
08.05.2020, 18:38

Seit rund zwei Jahren wartet Mindestpensionist Walter S. (66) aus dem südlichen NÖ auf einen Operationstermin – sein Knie und seine Hüfte sind kaputt, der 66-Jährige leidet unter ständigen Schmerzen. Dementsprechend groß war die Freude, als der 66-Jährige im April einen Anruf aus dem Neunkirchner Spital bekam: Laut Orthopädie Neunkirchen wurde der Eingriff für 31. Juli eingetragen, danach bekam Walter S. auch die schriftliche Bestätigung zugesandt. 

OP findet nicht statt

"Meine Frage, ob es Komplikationen wegen Corona gäben könnte wurde beantwortet mit 'Kein Problem, die Hälfte der Betten ist frei'", berichtet der Niederösterreicher. Am Mittwoch, 6. Mai. erhielt der Pensionist einen weiteren Anruf, die Operation im Juli sei leider abgesagt wegen Corona.

"Ich brauche nicht extra zu betonen, dass ich durch das kaputte Knie und Hüfte große Probleme habe. Ich lebe alleine mit meinem Hund, gehe auf Krücken und kann dann meinen Alltag nicht oder kaum mehr erledigen", so Walter S. Finanziell ist der 66-Jährige zudem auch schwer angeschlagen: "Ich beziehe Mindestrente und Pflegegeld der Stufe eins. Die Pflegestufe wird nicht erhöht. Und das Berufungsverfahren scheint mir ziemlich aussichtlos zu sein", sagt der Pensionist.

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