Bereits am 07. Mai diesen Jahres erstattete eine 20-jährige österreichische Staatsbürgerin Anzeige, dass sie in Innsbruck in der Speckbacherstraße überfallen worden sei. Ein bislang unbekannter Täter sei auf sie zugegangen und habe ihr das Bargeld – einen niedrigen vierstelliger Eurobetrag – entrissen, welches sie im Pullover versteckt hatte, und sei geflüchtet. Eine Fahndung mehrerer eingesetzter Streifen nach dem Täter verlief vorerst ergebnislos.
Bei der Befragung durch Beamte verwickelte sich die 20-jährige Österreicherin in Widersprüche. Nach umfangreichen Ermittlungen der Polizei handelte es sich dabei um ein missglücktes Suchtgiftgeschäft und die 20-Jährige gestand, den Raub erfunden zu haben. Sie wollte von einem unbekannten Täter um den niederen 4-stelligen Eurobereich Suchtmittel erwerben, wobei sie jedoch betrogen wurde und der unbekannte Täter mitsamt dem ganzen Bargeld geflohen war.
Ein 18-jähriger syrischer Staatsbürger konnte nach umfangreichen Ermittlungen der Polizei ausgemittelt werden. Der 18-Jährige wird wegen des Verdachts des Diebstahles und Vergehens nach dem Suchtmittelgesetz der Staatsanwaltschaft Innsbruck angezeigt. Die 20-Jährige wird wegen Vortäuschung einer mit Strafe bedrohten Handlung und des Verdachts eines Vergehens nach dem Suchtmittelgesetz der Staatsanwaltschaft Innsbruck angezeigt.