Die Samuraischwert-Attacke auf einen Algerier am Handelskai ist geklärt: Was aussehen sollte wie ein Raub, war eine blutige Fehde unter zwei Drogenbanden. Und: Das Opfer randalierte im Spital!
: Was aussehen sollte wie ein Raub, war eine blutige Fehde unter zwei Drogenbanden. Und: Das Opfer randalierte im Spital!
Die Ermittler zogen nun zwei Drogenbanden aus Algerien aus dem Verkehr: Die Gangs "Mostapha" und "Islem" hatten sich seit August 2015 das Geschäft am Praterstern, an der U6 und am Schottenring geteilt. Die Verdächtigen (19 bis 38 Jahre) waren unter Angabe falscher Identitäten ins Land eingereist und sollen pro Woche 1,5 Kilo Drogen verkauft haben.
Am 25. April kam es offenbar zu Revierstreitigkeiten, fünf "Mostapha"-Schläger attackierten laut Polizei vier "Islem"-Landsmänner am Handelskai (Brigittenau) mit einem Samuraischwert. Mohammed K. (28) wurde schwer verletzt, er kam ins Spital. Nachdem es ihm besser ging, soll er im AKH Besteck nach den Schwestern geworfen, die Ärzte beschimpft haben. "Er fühlte sich nicht nach seinen Wünschen bedient", so ein Ermittler. Am 9. Mai flog er aus dem Spital und wurde festgenommen. Zehn weitere Verdächtige sind nun ebenfalls in Haft.
pet