Österreich

Drogen-Opa "Eschi" soll mit 3,2 Kilo Kokain gedealt ...

Heute Redaktion
14.09.2021, 01:07

Lieber fett als dick: Als Freund des Chefs war Halbwelt-Original Peter "Eschi" E. (70) im Wiener "Cafe Puerto" oft blau. Zur Erfrischung zog er sich gern auch ein paar Lines rein. Vor fünf Monaten sorgten dann Fahnder mit gezogenen Waffen für Ernüchterung, weil sie in dem Lokal einen Rauschgift-Ring vermuteten.

Lieber fett als dick: Als Freund des Chefs war Halbwelt-Original Peter "Eschi" E. (70) im Wiener "Cafe Puerto" oft blau. Zur Erfrischung zog er sich gern auch ein paar Lines rein. Vor fünf Monaten sorgten dann Fahnder mit gezogenen Waffen für Ernüchterung, weil sie in dem Lokal einen Rauschgift-Ring vermuteten.

Seither sitzt "Eschi" in U-Haft. Und dem Theaterdonner folgte ein Feuerwerk an Pointen: Erst durfte "Eschis" Anwalt nicht zu seinem Mandanten, weil auch gegen ihn ermittelt werde. Das Verfahren ist eingestellt; der Advokat schäumt noch. Dann lastete die Anklage dem Drogen-Opa den Verkauf von 3,2 Kilo (!) Kokain in sechs Monaten an. Sein Faible für Unterhaltungschemie hat den Senior schon mehrmals in den Schwitzkasten der Justiz gebracht.

Doch am Mittwoch vor Gericht schüttelte er fassungslos den Kopf: "Ich sage nicht, dass ich ein guter Mensch bin. Aber seit sieben Jahren habe ich nicht mehr gedealt." Ja, er habe selbst geschnupft. Und ja, er habe auch "Puerto"-Gästen ein paar Briefchen zugesteckt: "Aber immer zum Selbstkostenpreis." Und vor allem nicht kiloweise. Indiz für möglichen Übereifer der Staatsanwaltschaft: Vier angebliche "Eschi"-Komplizen wurden sofort freigesprochen.

Komischer aber noch: Bei der Razzia wurden 37 Gramm "Champagner-Kokain" (95 Prozent Gehalt) entdeckt, die "Eschi" rasch dem Gast Heinz D. (56) zugeschoben haben soll. Beim Prozess aber erklärte dieser: "Das Zeug gehörte mir. Und ich wollte am liebsten nichts davon verkaufen, weil es so gut war." Verteidigt von Christian Werner kam der vorbestrafte Feinspitz mit acht Monaten bedingt davon. Sein Anwalt schien davor schon vergnügt: "Für diesen Prozess müsste man Eintritt verlangen."  Freiplätze gibt’s wieder am 6. Februar: Da hören "Eschi" und sein Lieferant  ihre Urteile.

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