Die Anklageschrift gegen den Privatdetektiv Julian H. ist fertig. Sie wurde auch bereits zugestellt, doch das Landesgericht wartet noch die Rechtskraft ab. Daher gibt es noch keinen Prozesstermin.
Laut exxpress.at wirft die Staatsanwaltschaft dem mutmaßlichen Drahtzieher des Ibiza-Videos Suchtgift-Delikte vor. Julian H. sitzt seit einem halben Jahr in U-Haft. Es soll um drei Übergaben in Salzburg, der Stadt Haag und in Oberösterreich von gesamt 1,25 Kilo Kokain mit einem Schwarzmarktwert von etwa 47.000 Euro gehen.
Diese sind zeitlich rund um den Dreh des Ibiza-Videos (im Juli 2017) angesiedelt, heißt es in dem Onlinebericht. Bei einer Verurteilung würden bis zu 15 Jahre Haft drohen. Wie berichtet musste Julian H. beim Ibiza-Untersuchungsausschuss aussagen.
Julian H. soll eine Schlüsselrolle im Zusammenhang mit dem Video gespielt haben, das den damaligen FPÖ-Obmann und Vizekanzler Heinz-Christian Strache und FPÖ-Klubobmann Johann Gudenus in einer Villa auf Ibiza im Gespräch mit einer vermeintlichen Oligarchennichte zeigt.