Drogenbande schmuggelte Ware mit Quad und Olivenöl

Der Polizei ist es gelungen, einer international operierenden Drogenbande das Handwerk zu legen. Nachdem bereits Franz P. als mutmaßlicher Österreich-Geschäftsführer festgenommen worden ist, wurde im Oktober sein Zwillingsbruder Felix P. (58) gefasst. 150 Kilo Cannabis und 57.000 Euro Bargeld wurden sichergestellt.

Der Polizei ist es gelungen, einer international operierenden Drogenbande das Handwerk zu legen. Nachdem bereits Franz P. als .

Die Bande dürfte das Cannabis aus Marokko nach Spanien, wo der am 23. Oktober in der Wiener Burggasse festgenommene Felix P. wohnte, gebracht und von dort nach Österreich und Deutschland transportiert haben. Die Bande soll seit 2005 mehr als eine halbe Tonne (!) Cannabisharz nach Österreich gebracht haben.

Nach der Festnahme seines Bruders im Jahr 2014, der mittlerweile verurteilt worden ist, hatte Felix P. die Drogengeschäfte weitergeführt.

Mit allen Wassern gewaschen

Die Drogenschmuggler gingen dabei äußert trickreich vor. Ein bereits 2014 gestoppter Mittelsmann hatte die Drogen beispielsweise im Zwischenboden eines Quad-Anhängers versteckt. Außerdem wurden Drogen in Wohnmobilen oder bei Lieferungen von Olivenöl und Aloe Vera transportiert.

Spanische Kollegen haben der Operation den Namen "plástico" (Kunststoff) gegeben, weil die Drogen in rotes Wachs gehüllt und mit Zellophan verpackt worden waren, um Spürhunde an der Nase herumzuführen. Am Ende half alles nichts, die Polizei kam ihnen auf die Schliche.

65 mutmaßliche Täter

Wie schon im Zuge der Ermittlungen gegen seinen Bruder Franz P. wurden einige Suchtmitteldepots ausgehoben. Insgesamt wurden 31 Hausdurchsuchungen durchgeführt, 150 Kilo Cannabis, 100 Gramm Kokain und 57.000 Euro Bargeld wurden sichergestellt.

65 Verdächtige wurden ausgeforscht, zehn befinden sich in Haft, der Zwillingsbruder Felix P. sitzt in U-Haft.

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