Österreich

Drogenkäufer hielten dunkel- häutigen Polizist für D...

Heute Redaktion
14.09.2021, 15:20

Wenn Alltagsrassismus nach hinten losgeht: Zwei Männer wollten Dienstagabend nahe der U6-Station Dresdner Straße bei einem Afrikaner Drogen kaufen. Sie ernteten aber nur ungläubige Blicke - der Mann stellte sich nämlich als Polizeioffizier heraus, der sofort seine österreichischen Kollegen verständigte.

Wenn Alltagsrassismus nach hinten losgeht: Zwei Männer wollten Dienstagabend nahe der U6-Station Dresdner Straße bei einem Afrikaner Drogen kaufen. Sie ernteten nur ungläubige Blicke - der Mann stellte sich nämlich als Polizeioffizier auf Wien-Besuch heraus. Er verständigte sofort seine österreichischen Kollegen.

Der 25-jährige Philipp N. und der 30-jährige Stefan G. wollten nahe der U6-Station Dresdner Straße in Wien-Brigittenau mit Drogen eindecken. Sie sprachen einen Afrikaner an, der sich gerade dort aufhielt. Auf ihre Frage nach Drogen ernteten sie von dem Mann allerdings nur ungläubige Blicke. Grund: Es handelte sich um einen Polizeioffizier aus Guinea, der sich gerade wegen eines internationalen Kongresses in Wien aufhielt.

Aus Frust mit Dose beworfen

Der misslungene Drogenkauf frustrierte die Kaufwilligen offenbar derart, dass sie ihrem Ärger Luft machten, indem sie eine volle Bierdose nach dem Mann warfen. Anschließend gingen sie auf der Suche nach einen tatsächlichen Drogendealer weiter.

Der Westafrikaner verständigte sofort seine österreichischen Kollegen. Ein Streifenwagen konnte Stefan G. und Philipp N. kurz darauf anhalten. Einer der Beschuldigten hatte trotz eines ausgesprochenen Waffenverbots ein Fixiermesser bei sich. Beide wurden wegen versuchter Körperverletzung angezeigt.

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