Drogenschmuggelring aus Serbien zerschlagen

Am Ende hatten die Ermittler ca. 64,5 Kilogramm Marihuana sowie Kokain und Heroin aus dem Verkehr gezogen. (Symbolbild)
Am Ende hatten die Ermittler ca. 64,5 Kilogramm Marihuana sowie Kokain und Heroin aus dem Verkehr gezogen. (Symbolbild)Bild: keine Quellenangabe

Im Zuge einer Operation konnten insgesamt 22 Tatverdächtige festgenommen und eine Gesamtmenge von etwa 64,5 Kilogramm Marihuana sowie Kokain und Heroin sichergestellt werden. Straßenverkaufswert: ca. 650.000 Euro.

Das Netzwerk erstreckte sich über mehrere Länder

Seit April 2016 ermittelte die serbische Kriminalpolizei gegen eine Tätergruppierung, die Suchtgift von Albanien und dem Kosovo über Serbien und Ungarn nach Österreich und Deutschland schmuggelte. Im November vergangenen Jahres wurden Ermittler des Bundeskriminalamtes in die Ermittlungen miteinbezogen.

Zum Ermittlungserfolg gratuliert auch Innenminister Mag. Wolfgang Sobotka: „Die internationale Zusammenarbeit ist ein wesentlicher Garant für eine erfolgreiche Ermittlungstätigkeit. Österreich hat das bereits vor Jahren erkannt und die Zusammenarbeit mit den Balkanstaaten gesucht und diese bis heute laufend intensiviert. Das zeigt auch diese Operation."

Drogenhandel, Waffen und schwerer Raub

Im Dezember 2016 wurde ein Tatverdächtiger in Serbien wegen des Verdachtes des Suchtmittelhandels und des Betreibens einer Marihuana Plantage festgenommen. Im Zuge der Hausdurchsuchung wurden insgesamt 10,9 Kilogramm Marihuana sichergestellt. Nach der Auswertung der gesammelten Erkenntnisse wurden drei Drogenkuriere identifiziert und unter Überwachung gestellt.

Im Zuge dieser Überwachung erlangten die Ermittler die Kenntnis, dass ein Mittäter in Wien einen schweren Raub mit einer Schusswaffe in einem Pelzmodengeschäft begangen hatte. Weiters konnte dem Beschuldigten ein Einbruch in Maria Enzersdorf/Niederösterreich nachgewiesen werden. Die Gesamtschadenssumme betrug 100.000 Euro.

Auch Zollbeamter involviert

Die Ermittlungen gegen die Tätergruppierung wurden weitergeführt. Zwischen März und Mai 2017 konnten insgesamt 44 Kilogramm Marihuana in Österreich, Ungarn und Serbien sichergestellt werden. Im Juni 2017 gelang die Festnahme des Hauptverdächtigen in Serbien.

Zwei Monate später wurde ein serbischer Zollbeamter, der im Grenzbereich Serbiens zum Kosovo am Drogenschmuggel beteiligt war, gemeinsam mit einem weiteren Tatverdächtigen von der serbischen Polizei festgenommen.

(bai)

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