Drogentourismus bleibt Niederlanden erhalten

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Die niederländischen Behörden tun sich schwer mit dem Verbot von Haschisch- und Marihuanakonsum. Wie am Dienstag seitens der Regierung verlautete, können die Städte und Gemeinden künftig selbst über die Zulassung oder Nichtzulassung von Drogentouristen zu ihren Coffeeshops entscheiden.

In einem Schreiben des Justizministers Ivo Opstelten an das Parlament hieß es, an Ort und Stelle wüssten die Verantwortlichen am Besten, welche Maßnahmen und Kontrollen wirksam seien. Die sogenannte "Cannabis-Karte" sei abgeschafft.

Amsterdam zeigt sich erfreut

Die Regelung mit der "Cannabis-Karte" war am 1. Mai in den Provinzen Limburg, Nord-Brabant und Zeeland an den Grenzen zu Deutschland und Belgien in Kraft getreten. Damit wurden die Coffeeshops quasi in Privat-Clubs umgewandelt, deren maximal 2.000 eingetragene Mitglieder älter als 18 Jahre und Einwohner der Niederlande sein müssen. Ohne "Cannabis-Karte" dürfen Kunden nicht eingelassen werden. Ab dem 1. Jänner 2013 sollte die Regelung für alle rund 670 Coffeeshops in den gesamten Niederlanden gelten.

Die Stadt Amsterdam reagierte bereits positiv auf die Ankündigung des Ministers und erklärte, die Türen ihrer etwa 220 Coffeeshops blieben für Touristen geöffnet. In der Stadt Maastricht an der Grenze zu Deutschland dürfte es hingegen beim Verbot des Cannabis-Verkaufs an Touristen bleiben. Mit dem Gesetz wollten die Niederlande die Folgen des Drogentourismus wie Verkehrsstaus, nächtliche Ruhestörung und Straßendealer bekämpfen.

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