Tierische Technik

Drohne fliegt mit Katzen-Trick durch Dunkelheit

Forscher in den Niederlanden haben einer Mini-Drohne künstliche Schnurrhaare verpasst. Damit kann sie ohne Kameras und Licht sicher navigieren.
Technik Heute
23.09.2026, 10:07
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Was Katzen, Mäuse und Ratten können, sollen auch Drohnen lernen: mit Tasthaaren ihre Umgebung erfühlen. Ein Forschungsteam der TU Delft in den Niederlanden hat genau das möglich gemacht - mit künstlichen Schnurrhaaren für Flugroboter.

Die meisten Drohnen nutzen Kameras, Tiefensensoren oder Lidar, um Hindernisse zu erkennen. Doch solche Systeme sind teuer, schwer und brauchen viel Energie. Bei kleinen Drohnen, die etwa in brennende Gebäude fliegen sollen, ist das ein Problem.

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Wie heise online berichtet, haben die Wissenschaftler nun eine Lösung gefunden: Jedes künstliche Schnurrhaar ist an der Basis mit drei Mini-Drucksensoren ausgestattet. Berührt die Drohne ein Hindernis, biegen sich die Haare - und die Sensoren erkennen Position und Abstand dreidimensional.

Funktioniert sogar bei völliger Dunkelheit

Das Beste daran: Die Technik braucht kaum Rechenleistung. Ein Mikrocontroller mit nur 192 Kilobyte Speicher reicht völlig aus. Die gesamte Signalverarbeitung benötigt lediglich 34 Kilobyte - das ist weniger als ein kleines Handyfoto.

In Labortests konnte die Drohne Hindernisse mit unterschiedlichen Oberflächen erkennen und ihnen ausweichen. Das funktionierte sogar bei kompletter Finsternis. So könnte sie etwa in verrauchten Gebäuden Wände entlangtasten und Ausgänge finden - ganz ohne optische Sensoren.

tec,23.09.2026, 10:07