Spur führt nach Russland

Drohne traf Flugzeug – Leipzig entging Anschlag

Eine Sprengstoff-Drohne flog gezielt auf ein ukrainisches Frachtflugzeug am Flughafen Leipzig und traf die Tragfläche, explodierte aber nicht.
Newsdesk Heute
10.08.2026, 22:35
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Die Drohne war mit dem Sprengstoff Semtex bestückt und traf direkt die Tragfläche einer Antonow-Maschine. Der Sprengkörper detonierte jedoch nicht und fiel anschließend zu Boden. Überwachungskameras zeichneten den gesamten Vorfall auf.

Warum die Bombe nicht explodierte, ist noch unklar. Der Sprengstoff wurde später in einiger Entfernung von der Drohne gefunden - er hatte sich möglicherweise beim Aufprall abgelöst. Der Vorfall ereignete sich bereits um 19:30 Uhr.

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Wie n-tv unter Berufung auf die "Zeit" berichtet, korrigieren die neuen Erkenntnisse bisherige Darstellungen. Zunächst hieß es, ein Busfahrer habe die Drohne mit einem Fußtritt zum Absturz gebracht. Die Videoaufnahmen zeigen jedoch, dass sie bereits am Boden lag, als der Mitarbeiter auf sie aufmerksam wurde.

Verdacht gegen Russland

Der Leipziger Flughafen ist ein wichtiger Umschlagplatz für Militärgüter für die Ukraine. Der Verdacht richtet sich daher vor allem gegen Russland. Der deutsche Innenminister Alexander Dobrindt sprach von einem "hybriden Anschlagsszenario" und schloss "fremde Mächte" als Urheber nicht aus.

Die Bundesanwaltschaft hat die Ermittlungen wegen der besonderen Bedeutung des Falls übernommen. Als Reaktion auf den Vorfall will Dobrindt die Anti-Drohnen-Einheiten bei der Bundespolizei verdoppeln.

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