Irres Problem in Frankreich

Drogen-Drohnen über Häf'n als Gefahr für Rettungs-Heli

Drohnenlieferungen von Drogen an Häftlinge behindern in Straßburg nächtliche Rettungsflüge und gefährden so die medizinische Versorgung.
Newsdesk Heute
19.08.2026, 16:36
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Im Gefängnis von Straßburg lassen sich Häftlinge nachts immer wieder Drogen per Drohne liefern. Das sorgt jetzt für ein echtes Problem: Rettungshubschrauber können das nahe Spital Hautepierre nicht mehr anfliegen. "Eine Verzögerung von 30 bis 40 Minuten kann für Patienten lebensbedrohlich sein", warnte Julien Pottecher, der Leiter der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin an der Universitätsklinik Hautepierre, am Mittwoch in Straßburg.

Schon seit drei Wochen landen die Notarzthubschrauber bei Dunkelheit nicht mehr direkt beim Spital Hautepierre. Die Piloten haben Angst, mit einer der Drohnen zusammenzustoßen. Stattdessen müssen sie auf ein anderes Spital ausweichen. Für die Patienten heißt das: Sie kommen oft erst mit Verzögerung auf die Intensivstation der Uni-Klinik.

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Zahlreiche Drohnen-Sichtungen bei Landeplatz

Laut Sicherheitsbeauftragtem Jérôme Coulon wurden seit April über dem Hubschrauberlandeplatz bereits 19 Drohnen gesichtet. In Straßburg ist es üblich, dass Insassen sich verbotene Sachen wie Drogen oder Handys per Drohne ins Gefängnis schicken lassen. Erst am Dienstag wurden zwei Angeklagte verurteilt, die bei so einer Lieferung mitgemacht haben.

Jedes Jahr werden rund 330 Patienten per Hubschrauber ins Spital Hautepierre gebracht, darunter auch viele aus Deutschland. Rund 40 davon kommen in der Nacht.

Frankreichs Justizminister Gérald Darmanin hat schon im Vorjahr angekündigt, dass Drohnenlieferungen in Gefängnisse mit Technik gestoppt werden sollen. Diese Anlagen können Drohnen erkennen und außer Gefecht setzen. Im Februar waren bereits 62 Gefängnisse damit ausgestattet, bis Jahresende sollen 16 weitere dazukommen.

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