Das Landesgericht Salzburg verurteilte einen Syrer zu 3 Jahren Haft (nicht rechtskräftig), weil er Wachsoldat für die Terrororganisation IS gewesen sein soll. Der 23-Jährige war als Flüchtling nach Österreich gekommen.
Der Angeklagte bestritt vor Gericht die Vorwürfe, Mitglied des IS gewesen zu sein. Er wurde aber von vier Zeugen schwer belastet und auf seinem Handy sowie einem Tablet wurde Propagandamaterial der Dschihadisten gefunden.
Der Syrer hatte laut den Zeugen in einer Flüchtlingsunterkunft in Wals (Sbg.) mit Gräueltaten geprahlt - unter anderem damit, dass er in seiner Heimat Soldaten Diesel gespritzt und sie so getötet habe. Einer der Asylwerber meldete den Mann bei den Betreuern.
Zunächst hatte er bei der Polizei noch ein Geständnis abgelegt, dieses aber vor Gericht widerrufen und stark abgeändert - allerdings mit vielen Lücken. Der 23-Jährige wurde zu 3 Jahren Haft (nicht rechtskräftig) wegen Beteiligung an einer Terrororganisation verurteilt.