Bei einem überraschenden Angriff von IS-nahen Kämpfern auf Syriens Hauptstadt Damaskus ist es zu heftigen Gefechten mit der regierungstreuen Armee gekommen.
Kämpfer der Fateh-al-Scham-Front, die aus der Al-Nusra-Front, einem ehemaligen Al-Kaida-Ableger, hervorgegangen ist, haben versucht, vom östlichen Stadtteil Dschabar zum zentral gelegenen Abbasiden-Platz vorzudringen.
Laut der regierungskritischen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London haben die Dschihadisten mit "zwei Autobombenanschlägen und mehreren Selbstmordattentätern" angegriffen. Das staatliche Fernsehen erklärte, man sei unter Einsatz von Artillerie dabei, den "Angriff der Terroristen zurückzuschlagen". Anrainer sollen in ihren Häusern bleiben, Soldaten haben die Gegend abgesperrt.
Laut der Beobachtungsstelle für Menschenrechte handelt es sich dabei um einen Entlastungsangriff für die Dschihadisten im Norden Damaskus, die unter starken Druck des Militärs stehen. Bei Gefechten am Wochenende hatte es dort 21 Tote gegeben - 12 Islamisten und 9 Soldaten.