Soviel Salz braucht dein Körper wirklich

Salz ist lebensnotwendig, kann aber auch schaden.
Salz ist lebensnotwendig, kann aber auch schaden.
Getty Images/iStockphoto
Eine neue Richtlinie der WHO setzt dem Salzkonsum Grenzen. Mehr als 60 Lebensmittelgruppen wurden unter die Lupe genommen.

Salz ist ein lebensnotwendiges Mineral. Es reguliert den Flüssigkeitshaushalt und den Blutdruck im Körper. Jedoch genügt schon eine kleinste Menge. Weltweit ist der Verzehr von verarbeiteten Lebensmitteln im Ansteigen begriffen. Vor allem diese enthalten meist zu viel Natrium. Ein Übermaß kann zu Gefäßschädigungen, Herzinfarkt oder Schlaganfall führen.

Neue globale Richtwerte für mehr als 60 Lebensmittelgruppen

Auf Grundlage dessen hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) neue globale Richtwerte für den Natriumgehalt in mehr als 60 Lebensmittelkategorien veröffentlicht. Die "WHO Global Sodium Benchmarks for Different Food Categories" ist für Länder und Industrie, um den Natriumgehalt in verschiedenen Kategorien von verarbeiteten Lebensmitteln zu reduzieren. Verarbeitetes und verpacktes Brot, herzhafte Snacks, Fleischprodukte und Käse gehören zu den Kategorien von Lebensmitteln mit hohem Natriumgehalt, die für die neuen globalen Benchmarks identifiziert wurden.

Verwirrenderweise enthalten ähnliche verarbeitete Lebensmittelprodukte in verschiedenen Ländern oft unterschiedliche Mengen an Natrium. Die harmonisierten globalen Benchmarks der WHO zeigen den Ländern, wie sie ihre Zielvorgaben auf der Grundlage ihrer lokalen Lebensmittelumgebungen schrittweise senken können und ermutigen die Industrie, den Natriumgehalt in verarbeiteten Lebensmitteln entsprechend zu senken und dem WHO-Ziel einer 30 prozentigen Reduzierung der weltweiten Salz-/Natriumaufnahme bis 2025 näher zu kommen.

5 Gramm Salz pro Tag reichen

Nicht mehr als 5 Gramm Salz sollte man täglich zu sich nehmen - so lautet die neue Empfehlung der WHO. Wer mehr davon isst, setzt sich einem höheren Risiko für Herzkrankheiten und Schlaganfälle aus, an denen jedes Jahr schätzungsweise drei Millionen Menschen sterben.

"Die meisten Menschen wissen nicht, wie viel Natrium sie zu sich nehmen und welche Risiken es birgt", sagte Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus, WHO-Generaldirektor. "Wir brauchen von den Ländern eine Politik zur Reduzierung der Salzaufnahme und müssen die Menschen mit den Informationen versorgen, die sie brauchen, um die richtige Lebensmittelauswahl zu treffen. Wir brauchen auch die Lebensmittel- und Getränkeindustrie, um den Natriumgehalt in verarbeiteten Lebensmitteln zu senken. Die neuen WHO-Benchmarks geben den Ländern und der Industrie einen Ausgangspunkt für die Überprüfung und Festlegung von Maßnahmen, um die Ernährungssituation zu verändern und Leben zu retten."

Die Reduzierung des Natriumgehalts durch die Neuformulierung von verarbeiteten Lebensmitteln ist eine bewährte Strategie, um die Natriumaufnahme der Bevölkerung zu reduzieren - insbesondere dort, wo der Konsum von verarbeiteten Lebensmitteln hoch ist. Sie kann auch verhindern, dass verarbeitete Lebensmittel zu einer Hauptnatriumquelle in Ländern werden, in denen der Verzehr dieser verarbeiteten Lebensmittel möglicherweise schnell ansteigt.

"Das Essen wird weiterhin gut schmecken"

"Der Zugang zu bezahlbaren, gesunden Lebensmitteln ist für alle Menschen in jedem Land von entscheidender Bedeutung", sagte Dr. Tom Frieden, Präsident und CEO von Resolve to Save Lives, einer Initiative von Vital Strategies. "Diese globalen Benchmarks sind ein wichtiger erster Schritt. Wenn sich der Verbrauchergeschmack anpasst und die Technologie fortschreitet, können die Regierungen der Länder und die WHO sie im Laufe der Zeit stetig reduzieren, bis die Natriumreduktionsziele der Bevölkerung erreicht sind. Wenn wir Natrium schrittweise reduzieren, wird unser Essen immer noch großartig schmecken, und nur unsere Herzen werden den Unterschied bemerken!"

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