Die beiden Klubchefs der Regierungsparteien im Parlament, Josef Cap (SPÖ) und Karlheinz Kopf (ÖVP) stehen vor ihrer Ablöse. Bereits die letzten Tage gab es hartnäckige Gerüchte in diese Richtung. Mehrere Abgeordnete hatten den Wechsel dem ORF gegenüber bestätigt. Im Radio Vorarlberg sagte Kopf, dass er wohl zweiter Nationalratspräsident werde. Gegenkandidatin der ÖVP-Frauen wird Maria Fekter.
Die beiden , Josef Cap (SPÖ) und Karlheinz Kopf (ÖVP) stehen vor ihrer Ablöse. Bereits die letzten Tage gab es hartnäckige Gerüchte in diese Richtung. Mehrere Abgeordnete hatten den Wechsel dem ORF gegenüber bestätigt. Im Radio Vorarlberg sagte Kopf, dass er wohl zweiter Nationalratspräsident werde. Gegenkandidatin der ÖVP-Frauen wird Maria Fekter.
Josef Cap wird an der Klubspitze der SPÖ durch den jetzigen Finanzstaatssekretär Andreas Schieder ersetzt werden. Neuer starker Mann der ÖVP im Parlamentsklub wird Reinhold Lopatka, der aktuelle Staatsekretär im Außenministerium.
Kopf soll zweiter Nationalratspräsident werden
Ob er in der Klubsitzung am Montag trotzdem als Klubobmann kandidieren wird und es somit zu einer Kampfabstimmung in geheimer Wahl kommen könnte, wollte Cap schon am Mittwoch nicht sagen.
Kopf sagte gegenüber dem ORF in seiner Vorarlberger Heimat, dass ÖVP-Chef Michael Spindelegger ihn für das Amt des zweiten Nationalratspräsidenten vorschlagen werde. Ebenfalls am kommenden Montag tagt der ÖVP-Klub, wo Kopf von den Klubmitgliedern in geheimer Wahl gewählt werden soll. Ebenfalls dort wird Spindelegger für die Dauer der Koalitionsverhandlungen zum Klubobmann bestimmt, hieß es aus der Partei.
Stichwahl mit Maria Fekter
Damit in der ÖVP-Klubsitzung nicht nur Kopf für die Position kandidiert, werden die ÖVP-Frauen Maria Fekter im Sinne der Ausgeglichenheit aufstellen und auch wählen. Diese wäre eine "logische" Kandidatin, verfüge sie doch über Erfahrung in der Regierung und im Parlament, ist Juristin und war bereits Volksanwältin, sagte ÖVP-Frauen-Chefin Dorothea Schittenhelm.
"Nicht das erste Mal, dass es Stichwahl gibt"
Sie möchte "niemanden abwerten", meinte Schittenhelm in Richtung Kopf: "Aber im konkreten werde ich mich für Fekter stark machen." Die bisherige Ministerin sei über die Bünde hinweg anerkannt. "Fekter ist ganz einfach die Kandidatin, die wir unterstützen. Es wäre nicht das erste Mal, dass es Stichwahlen gibt." Dass die Wahl auch auf Fekter fallen könnte, um den Chefposten im Finanzministerium freizumachen, wurde zuletzt bereits mehrmals kolportiert.