Der "Grüne Pass" könnte im Sommer wertvoller sein als ein Diplomatenpass:
Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen präsentierte am Mittwoch den EU-Vorschlag. Das soll im Pass abgebildet werden:
➤ Corona-Impfungen
➤ Ergebnisse von Corona-Tests
➤ Frühere Covid-Infektionen.
Der "Grüne Pass" wird digital (also für Handys) und in Papierform ausgestellt, ist in Landessprache und Englisch verfasst.
Nein, die EU ermöglicht den Pass, die Umsetzung und die Bedingungen legen die Länder selber fest.
Die 27 EU-Staaten sollen den Pass gegenseitig anerkennen und dürfen selbst bestimmen, welche Freiheiten damit verbunden sind. Hier gibt es noch keine Einigkeit – Tourismusländer wie Österreich wollen damit natürlich das Reisen erleichtern.
Kanzler Sebastian Kurz und Gesundheitsminister Rudolf Anschober erklärten am Mittwoch nach dem Ministerrat, den "Grünen Pass" rascher umsetzen zu wollen – nämlich stufenweise ab April.
Zunächst gilt er als Nachweis von Tests, ersetzt die Zettelwirtschaft und soll – mit QR-Codes – den Eintritt etwa zu körpernahen Dienstleistungen erleichtern. Später werden auch Geimpfte und Genesene den Pass verwenden können. Danach soll man mit dem Pass Lokale, Kulturevents und Sportereignisse besuchen können. Und natürlich verreisen.
Ja, viel. Vor allem von jenen, die noch kein Impfangebot erhalten haben und sich nun gefrotzelt fühlen.